Fördermittel richtig einsetzen in 5 Schritten

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Fördermittel richtig einsetzen in 5 Schritten

Fördermittel zu erhalten ist für viele Existenzgründer und Unternehmer notwendig und für einige das Sahnehäubchen auf einen guten Geschäftsplan incl. Finanzierung. Wer nun im Internet nach Informationen für Fördermittel sucht wird förmlich überschwemmt mit Daten. Und natürlich findet man dann auch nur sehr schwer was man sucht. Auf unserer kostenfreien Beratungshotline rufen vielen Existenzgründer und auch Unternehmer, Berater an die gezielt nach Fördermitteln suchen, die Voraussetzungen und auch einen Weg wie Sie diese erhalten können.

Fördermittel

Fördermittel richtig einsetzen in 5 Schritten

Fördermittel richtig einsetzen in 5 Schritten

Fördermittel – Grundlagen

In diesem Artikel geht es um die finanziellen Fördermittel, insbesondere um diese die einen direkten Zuschuss beinhalten.

  • Der Begriff Fördermittel beinhaltet das Sie selbst Eigenmittel für die geplante Maßnahme haben und einsetzen müssen.
  • Die Fördermittelstruktur in Deutschland sieht aktuell 4 grundsätzliche Fördermittelgeber /-ebenen vor – die EU (Europäische Union), den Bund, die Länder und die Kommunen (Kreise, Städten, Gemeinden) – die einzelnen Träger haben dann natürlich unterschiedliche Bezeichnungen. Daraus ergibt sich auch, das es in einem Bundesland z.B. Fördermittel für Weiterbildungen eines Selbstständigen gibt und in einem anderen Bundesland nicht.
  • Der größte Anteil der Fördermittel muss vor der Durchführung einer geplanten Maßnahme beantragt werden. Eine nachträgliche Maßnahmeförderung ist meistens ausgeschlossen. Es gilt die Devise – erst informieren, planen, beantragen und dann durchführen.
  • Zu den Fördermitteln gibt es immer eine Richtlinie oder Durchführungsverordnung die die notwendigen Voraussetzungen beinhaltet.
  • Um die Förderung abzurufen muss nach Abschluss zumeist ein Abschlussbericht verfasst werden, je nach Förderinstrument mit einer Formvorlage oder Formlos. Achten Sie hierbei unbedingt auf die Abgabefrist, auf die Mindestanforderungen beim Abschlussbericht und die einzureichenden Dokumente.

Eine der meist genannten Fragen zu Fördermitteln: „Was wird denn da eigentlich so gefördert?“

  • Zuschuss zu Existenzgründungsberatungen
  • Zuschuss zu Unternehmensberatungen
  • Zuschuss zu Innovationen – Techniken, Verfahren, Entwicklung
  • Zuschuss zu Mitarbeiterweiterbildungen
  • Zuschuss zu Weiterbildungen als Selbstständiger
  • Zuschuss zu Ausstellungen auf Messen
  • Zuschuss zur Webseitenerstellung
  • Zuschuss zum Onlinemarketing
  • Zuschuss zur Unternehmensübergabeberatung
  • …..

Eine solche Frage ist faktisch nicht zu beantworten ohne mehrere Gegenfragen zu stellen:

  • Was machen Sie – Leistungen, Produktion?
  • Welche Maßnahme wollen Sie fördern lassen?
  • Wann wollen Sie diese Maßnahme starten und beenden?
  • Welche Rechtsform hat ihr Unternehmen?
  • Wie alt ist ihr Unternehmen oder wann gründen Sie es?
  • Wie ist ihr aktueller Status – Angestellt, Arbeitslos oder Selbstständig?
  • Welche Größe hat ihr Unternehmen hinsichtlich Mitarbeiter, Umsatz, Gewinn?
  • Wo hat ihr Unternehmen seinen Standort und ggf. auch die Einzelbetriebe/ Filialen?
  • Wie hoch sind die Eigenmittel für die geplante Maßnahme?
  • Ist die Gesamtfinanzierung der Maßnahme gesichert?

Fördermittel richtig einsetzen  in 5 Schritten – als Existenzgründer und Unternehmer

  1. Ihre Planung steht
    Sie haben ihren Businessplan geschrieben, ihre Geschäftsidee steht und alle ihre Aufgabenpakete zur Umsetzung der Existenzgründung sind geplant. Fördermittel zu suchen ohne zu wissen für was man eine Förderung braucht oder diese finanzieren kann macht keinerlei Sinn.
  2. Fördermittel finden – Onlinerecherche
    Nutzen Sie im ersten Schritt die Fördermitteldatenbank des BMWi um einen Überblick zu erhalten. Gehen Sie Schritt für Schritt alle Förderebenen (EU, Bund, Ländern, Kommunen) und deren Onlineauftritte durch um alle in Frage kommenden Fördermittel zu finden. Informieren Sie sich auch bei ihrem Gründungsberater. Nutzen Sie die kostenlosen Newsletter der Fördermittelträger.
  3. Auswertung Fördermittel
    Nachdem Sie alle möglichen Fördermittel z.B. in einer Excelliste gesammelt haben, prüfen Sie die einzelnen Voraussetzungen. Falls Sie an dieser Stelle nicht genau wissen welche Bedeutung bestimmte Begriffe haben dann nutzen Sie die kostenlosen Hotlines der Förderträger und rufen dort an. Etwas nicht zu wissen ist kein Problem, nicht nachzufragen einfach unprofessionell.
    Praxishinweis: Wer einen guten Gründungsberater oder Unternehmensberater hat kann diesen natürlich auch fragen – man muss sich das Leben auch nicht unnötig schwer machen. In der Praxis ist es allerdings so das viele Berater selbst nur einen sehr kleinen Teil der verfügbaren Fördermittel kennen.
  4. Fördermittel beantragen
    Sie haben ein Fördermittel gefunden und erfüllen alle Voraussetzungen – prima. Dann stellen Sie gemäß den Vorgaben den Fördermittelantrag und warten mit dem Start der Maßnahme bis zum schriftlichen Bewilligungsbescheid durch den Fördermittelträger.
  5. Fördermittel abrufen
    Nachdem Sie die Maßnahme durchgeführt haben erstellen Sie und ggf. auch ihr Berater die notwendigen Abschlussunterlagen. Reichen Sie diese fristgerecht und den Formvorschriften (z.B. Einreichung der Orginalrechnung etc.) entsprechend beim Fördermittelträger ein. Falls die Zeit brennt gibt es auch einen Postversand der bis zum nächsten Werktag per Nachweis zustellt. Prüfen Sie alle notwendigen Unterlagen vor dem Versenden unbedingt auf die erforderlichen Unterschriften.

Fördermittel richtig einsetzen in 5 Schritten – als Berater

Auch Berater sollten sich mit Fördermitteln in ihrem Leistungsbereich auskennen. Es ist doch ein Pluspunkt wenn Sie ihrem potentiellem Kunden einen finanziellen Vorteil/ Anreiz bieten können damit er ihre Leistung als Berater bucht. Machen Sie ihrem Kunden klar das Sie ihr Honorar auf jeden Fall mehr als Wert sind und das die Förderung ein Bonbon für ihn ist. Gemäß dem Motto: Eine Beratung ist dann erfolgreich wenn der Nutzen die Kosten deutlich übersteigt.

  1. Ihre Leistungspakete stehen
    Als Berater haben Sie ihre Dienstleistungen und Produkte geplant. Gemäß ihrer eigenen Marktanalyse setzen z.B. 80% dabei auf die Unterstützung von Fördermitteln bei Kunden. Daraus ergibt sich das Sie in der breiten Masse nur mit dem Fördermittel bestehen können oder sich mit ihrem Angebot in eine Beratungsnische begeben.
  2. Fördermittel finden – Onlinerecherche
    Nutzen Sie im ersten Schritt die Fördermitteldatenbank des BMWi um einen Überblick zu erhalten. Gehen Sie Schritt für Schritt alle Förderebenen (EU, Bund, Ländern, Kommunen) und deren Onlineauftritte durch um alle in Frage kommenden Fördermittel für ihre Zielgruppe zu finden.
    Praxishinweis:
    Tragen Sie sich in die entsprechenden Newsletter ein und erstellen Sie entsprechend automatisierte Suchmaschinen Alerts um beim Thema Fördermittel immer auf dem Laufenden zu bleiben.
  3. Auswertung Fördermittel
    Nachdem Sie für ihre Leistungen/ Produkte und ihre Zielgruppe passende Fördermittel identifiziert haben prüfen Sie die Erfüllung der notwendigen Voraussetzungen.
    Praxishinweis: Die kostenlosen Beratungshotlines stehen nicht nur Existenzgründern und Unternehmern zu Verfügung sondern auch den Beratern – nutzen Sie diese unbedingt bei Unklarheiten.  Falls Sie einen regelmäßigen Nachweis erbringen müssen gilt auch hier das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu prüfen. Brauche ich eine Zulassung für ein Fördermittel für einen durchschnittlichen Auftrag im Jahr wirklich?
  4. Zulassungen für den Fördermitteleinsatz beantragen
    Jetzt müssen Sie die entsprechenden Anträge stellen, Gespräche durchführen, Fähigkeits- und Tätigkeitsnachweise auf Zulassung zu den Fördermitteln erbringen. Bei den meisten Fördermittelträgern muß dieser Nachweis einmalig erbracht werden und gilt dann unbefristet. Falls eine zeitliche Befristung vorliegt und Sie zwischendurch Nachweise erbringen müssen, gilt es eine feste Termin- und Aufgabenplanung dafür einzurichten.
  5. Fördermittel einsetzen beim Kunden
    Als Berater können Sie innerhalb ihres Marketings auf die einsetzbaren Fördermittel hinweisen und diese erklären. Sobald Sie den Bedarf oder die Einsatzmöglichkeit eines Fördermittels bei ihren potentiellen und bestehenden Kunden erkennen sollten Sie das Thema proaktiv ansprechen. Erklären Sie die Vorteile, den Praxisablauf und unterstützen Sie ihren Kunden bei der Beantragung. Sorgen Sie nach Maßnahmebewilligung und -durchführung im Anschluss, unter Einhaltung aller Formvorschriften und Abgabefristen, für die Einreichung der Aschlussunterlagen.

Häufige Fehler in der Fördermittelpraxis:

Fördermittel zu beantragen ist dann relativ leicht wenn man sich an das vorgegebene Schema hält. In der Praxis trifft man bei allen Beteiligten auf folgende, durchaus vermeidbare Fehler:

  • Fördermittelinformationen und Anwenderhinweise, werden nicht direkt bei den Onlineportalen der Fördermittelträger, sondern indirekt in Facebook und deren Gruppen, Gute Frage und weiteren „höchst“ zuverlässigen Portalen geholt. Diese sind leider zum Teil mit erheblichen Fehlinformationen gefüllt.
  • Fördermittel werden erst nach Maßnahmebeginn beantragt.
  • Der Berater ist erst kurz vor Maßnahmeende für das Fördermittel zugelassen.
  • Die Angaben im Fördermittelantrag sind falsch ausgefüllt oder es fehlen Daten.
  • Beim Abschlussbericht werden Formfehler begangen – z.B. fehlen die Unterschriften des Gründers oder des Beraters, die Mindestanforderungen an den Abschlussbericht werden nicht eingehalten.
  • Die Abschlussunterlagen werden nicht fristgerecht eingereicht.
  • Die Umsetzung der Maßnahme entspricht nicht den inhaltlichen Kriterien des Fördermittels.

Fazit zum Thema Fördermittel:

Kein Existenzgründer, Unternehmer oder Berater muss auf Fördermittel verzichten. Die passenden Fördermittel zu finden und die Voraussetzungen der Fördermittelrichtlinie zu erfüllen erfordert immer planvolles Vorgehen. Bei einigen Fördermitteln ist es notwendig sich einen Partner an die Seite zu holen der in diesem Segment Erfahrungen hat oder würden Sie einen Millionenkredit ohne einen Berater bei ihrer Bank einreichen ?!

Wer als Existenzgründer und Unternehmer Fördermittel nutzen kann verschafft sich einen Vorsprung vor seinen Mitbewerbern und entwickelt sich weiter. In der Praxis sehe ich regelmäßig sehr gute Förderprogramme die von vielen Unternehmern nicht wahrgenommen werden. Das liegt an der heutigen Informationsüberflutung und bedeutet das Sie eine HOLSCHULD haben. Die Fördermittelträger bieten Förderfinder, Förderassistenten an mit denen Sie Informationen zu ca. 90% der möglichen Fördermittel und deren Möglichkeiten erhalten.

Für spezielle Anforderungen und verbleibende Fragen zu den restlichen 10% gibt es fähige Berater. Falls Sie keinen kennen – hier finden Sie einen: Gründungsberater finden

Weitere Links zum Thema Fördermittel:

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Info zum Autor:

Klaus Schaumberger berät bundesweit seit 2008 Existenzgründer und Unternehmer in den Bereichen Existenzgründung, Strategieentwicklung und Onlinemarketing. Seine Erfahrungen in der Planung und Umsetzung mit den Gründern, Unternehmen, Förderinstituten, Beraternetzwerken, Förderbanken, Gründercoaches haben zur Idee dieser Seite geführt. Hier werden aktuelle Informationen, Werkzeuge und auch Serviceleistungen zur Verfügung gestellt.

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