RobeCode – Ute Binder und ihr Unternehmen

RobeCode – Ute Binder und ihr Unternehmen

RobeCode – Ute Binder und ihr Unternehmen, Gründerin in Baden-Württemberg: Mehr Mut tut gut

RobeCode - Ute Binder

13,5 Prozent der Südwest-Unternehmen werden von Frauen gegründet: Ute Binder ist mit ihrem Label RobeCode eine von ihnen.

13,5 Prozent aller Firmengründungen im Südwesten werden laut einer Sonderauswertung des Gründungsmonitor 2015 für Baden-Württemberg, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der L-Bank durchgeführt hat, von Frauen vorgenommen.

Ute Binder – Gründerin von RobeCode

Ein Vorbild ist Ute Binder aus Vöhringen. Sie hat den Mut aufgebracht und ihr eigenes Unternehmen gegründet. „Ich wusste schon immer, dass ich nicht in einer Firma vorgegebene Entwürfe umsetzen, sondern mein ganz eigenes Ding verwirklichen wollte“, blickt Ute Binder auf die Jahre vor ihrer Gründung 2013 zurück. „Denn mein Lebenstraum war immer: die eigene Kreativität, die eigenen Entwürfe umzusetzen, selbst zu produzieren und zu vermarkten.“

Nach dem Abitur absolvierte die 31-Jährige eine Schneiderlehre und studierte anschließend Mode- und Textildesign an der Hochschule in Reutlingen. Dabei lernte sie auch die Praxis kennen, unter anderem im Ausland bei einem isländischen und einem niederländischen Designer. „Irgendwann war mir klar: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für meine Unternehmensgründung.“

Start RobeCode 2013

2013 war RobeCode geboren. Vordergründig bietet die Firma extravagante und limitierte Designermode für Frauen. Doch dahinter verbirgt sich weit mehr: Die Kollektion aus Sweatern, Jacken, Leggings, Shirts und Accessoires wird aus recycelten PET-Flaschen und Hightech-Fasern nachwachsender Rohstoffe hergestellt. „Fühlt sich an wie Baumwolle“, meint Ute Binder, „ist aber in der Herstellung wesentlich umweltschonender“. Es ist ihr außerdem ein Anliegen, dass die Produktion nach Möglichkeit regional in Baden-Württemberg, auf jeden Fall aber in Deutschland stattfindet.

Die auffälligste Besonderheit von RobeCode ist aber die Verbindung von Kleidung und viralem Online-Marketing: Jedes Stück hat seinen eigenen QR-Code. Damit können die Träger das Kleidungsstück nicht nur mit den sozialen Netzwerken verknüpfen. Vielmehr gibt es einen nachträglichen Rabatt, wenn eine andere Person sich für die Kleidung begeistert und unter Angabe des QR-Code bestellt. Wer so bestellt, bekommt sogar noch einen Nachlass auf den Kaufpreis.

Entwicklung und Unterstützung

Das Unternehmen konnte 2015 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Nun will es stärker in den Handel gehen. „Bei Kleidung wollen viele Kunden nicht nur im Onlineshop kaufen, sondern die Ware auch anfassen“, begründet Uli Binder, Mitgründer von RobeCode und Bruder von Ute Binder, diesen Schritt. Als Molekularer Biotechnologe hat er die Entwicklung und Produktion der Stoffe organisiert. Auch durch diese Verbindung von Modedesignerin und Molekularem Biotechnologe ist es „ein ganz eigenes Ding“ geworden, meint Ute Binder und freut sich über die familiäre Unterstützung.

Weitere Infos unter:
www.l-bank.de/gruender
www.robecode.com

Info zum Autor:

Klaus Schaumberger berät bundesweit seit 2008 Existenzgründer und Unternehmer in den Bereichen Existenzgründung, Strategieentwicklung und Onlinemarketing. Seine Erfahrungen in der Planung und Umsetzung mit den Gründern, Unternehmen, Förderinstituten, Beraternetzwerken, Förderbanken, Gründercoaches haben zur Idee dieser Seite geführt. Hier werden aktuelle Informationen, Werkzeuge und auch Serviceleistungen zur Verfügung gestellt.

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