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Gründerstory von Michelle Schnaible

Existenzgründer Helfer im Gespräch mit Gründerin Michelle Schnaible aus Traunstein

Gründerstory von Michelle Schnaible

Ihre persönliche Gründerstory erzählte uns Michelle Schnaible aus Traunstein.

  1. Woher kam die Idee zur Gründung und wer hat Sie inspiriert ?
    Selbstständig wollte ich schon immer sein, und Ideen hatte ich schon viele, jedoch erschien mir keine so richtig einzigartig – bis ich auf das Sport- und Ernährungskonzept von Mrs.Sporty aufmerksam wurde. Hier brannte sofort die Begeisterung: Frauen von Sport und gesunder Ernährung überzeugen, glücklich machen, mich dabei selbst auch viel bewegen und dabei noch meinen Lebensunterhalt verdienen.
  2. Wer hat Ihnen bei der Gründung geholfen ?
    Das sehr kompetente Team von Mrs.Sporty hat mich vom ersten Schritt an begleitet und vor allem in der aufregenden Eröffnungsphase grandios unterstützt, meine Eltern und mein Lebensgefährte.
  3. Welches Problem lösen Sie für Ihre Kunden oder welchen Mehrwert bieten Sie mit Ihren Produkten/ Leistungen ?
    Eine absolut effizientes Trainingskonzept, das heißt in kurzer Zeit viel erreichen, persönliche Betreuung speziell auf Frauen zugeschnitten. Außerdem ein geniales Ernährungskonzept.
  4. Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen ?
    Meine Mitarbeiter und ich sind ein Team und arbeiten Hand in Hand. Die Zentrale in Berlin steht immer mit Rat und Tat zur Seite. Die Kundinnen sind glücklich, kommen in ihrer Freizeit zu uns und sind dankbar für jede Unterstützung.
  5. Wie haben Sie Ihre Gründung finanziert ?
    Erst durch Hilfe von Mrs.Sporty konnte ich einen Kfw-Kredit aufnehmen, den ich vorzeitig zurückzahlen konnte.
  6. Was waren die wichtigsten Schritte in Ihrer Gründung ?
    Die Eröffnungsphase und ansonsten ist noch nichts abgeschlossen, ich lerne täglich dazu.
  7. Was waren die größten Hürden in Ihrer Gründung ?
    Erst einmal die Finanzierung gestemmt zu bekommen. Und dann im Markt bekannt zu werden. Personal ist auch immer so ein Thema.
  8. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Gründung ?
    Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, was natürlich viel von einem guten Team abhängt.
  9. Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen ?
    In der Eröffnungsphase noch mehr Finanzen in Marketing und Personal investieren, denn wenn der Start gut gelingt, läuft es auch.
  10. Was ist Ihr wichtigster Tipp für Gründer ?
    Bereitet euch richtig gut vor, investiert gut Geld und Ideen in Personal und Marketing. Und ganz wichtig: Nehmt euch auch in der anstrengenden Phase der Gründung einmal raus und schöpft Kräfte durch Sport, Freizeit und Familie, denn sonst schafft man das alles nicht.
  11. Welche Entwicklungen dürfen wir in Zukunft noch erwarten ?
    Weitere Verbesserungen am Produkt.
  12. Welche Frage wollten Sie als Gründer schon immer mal beantworten ?
    Mit einem bewährten Franchisekonzept wie zum Beispiel Mrs.Sporty ist es einfacher und zielsicherer, sich selbstständig zu machen, wenn man noch keine Erfahrung mit der Selbstständigkeit hat.

Vielen Dank für die Gründerstory von Michelle Schnaible
und ihrem Unternehmen Mrs Sporty in Traunstein

Kontakt
Michelle Schnaible | Höllgasse 4a | 83278 Traunstein
EMail: club350@club.mrssporty.de
Webseite: http://www.mrssporty.de/club/traunstein/
Unternehmen: Mrs.Sporty Traunstein

Jede Gründung ist ein Geschichte für sich – erzählen Sie hier Ihre Gründerstory und helfen angehenden Gründern einen realistischeren Blick zu bekommen.

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Crowdfunding – Finanzierungsalternative für Existenzgründer

Immer mehr Existenzgründer nutzen Crowdfunding, aber um was handelt es sich hierbei genau und was muss dabei eigentlich beachtet werden.

Um was handelt es sich bei Crowdfunding eigentlich?

Aktuell findet man nahezu in jeder betriebswirtschaftlichen Fachzeitschrift, in der Tagespresse sowie im Internet Beiträge zur Thematik Crowdfunding. Hinzu kommt, dass Investoren aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus verstärkt nach alternativen (höherverzinslichen) Anlagemöglichkeiten suchen, was die Attraktivität alternativer Finanzierungsformen weiter erhöht. Insgesamt kann man dabei durchaus den Eindruck gewinnen, dass diese Form der Finanzierung das „Allheilmittel“ ist, um beispielsweise als Existenzgründer an Wagniskapital zu gelangen. Aber um was handelt es sich dabei tatsächlich?

Begriff Crowdfunding

Crowdfunding (oftmals als „Schwarmfinanzierung“ übersetzt) ist eine Art der Finanzierung, mit der sich Projekte, Produkte, die Umsetzung von Geschäftsideen, etc. finanzieren lassen. Insbesondere Start-ups nutzen immer häufiger die alternative Finanzierungsquelle. In der Regel findet dies in Form partiarischer Darlehen, stiller Beteiligungen oder Genussscheine statt.

Die Finanzierung erfolgt dabei über so genannte Crowdfunding-Plattformen, welche als Intermediär zwischen Kapitalnehmern (beispielsweise Projektinitiatoren, Firmengründer, etc.) und den Kapitalgebern auftritt und letztendlich erst die finanzielle Beteiligung der Kapitalgeber ermöglicht. Somit übernehmen Crowdfunding-Plattformen ähnliche Funktionen wie Kreditinstitute und stellen damit eine Alternative / Ergänzung zur klassischen Bankfinanzierung dar. Eine aktuelle Studie der Syracom Unternehmensberatung beleuchtet beispielsweise die Auswirkungen von Crowdfunding auf das klassische Bankengeschäft (die Studie „Crowdfunding – Geschäftsmodelle und ihre Auswirkungen auf Finanzdienstleister in Deutschland“ kann kostenfrei über trendstudie@syracom.de bezogen werden). Letztendlich ist es allerdings so, dass die Nutzung des Internet und die damit verbundene Möglichkeit, eine größere Anzahl potenzieller Kapitalgeber anzusprechen, die einzige innovative Komponente an dieser Finanzierungsform darstellt.

Das German Crowdfunding Network, welches Teil des Deutschen Crowdsourcing Verbands ist, unterscheidet beispielsweise drei Hauptarten des Crowdfunding, welche in der nachfolgenden Grafik anschaulich dargestellt sind.

(Quelle der Grafik: German Crowdfunding Network, http://www.germancrowdfunding.net/wissenschaft/, Stand: 02.06.2015)

Was muss beim Crowdfunding beachtet werden?

Grundsätzlich kann man zwar nahezu alle Informationen rund um das Thema Crowdfunding aus dem Internet oder anderen (öffentlich) verfügbaren Quellen bekommen, letztendlich kommt es aber auf einige wichtige Aspekte an, um Crowdfunding erfolgreich zu nutzen. Nachfolgend finden Kapitalnehmer eine Auflistung wichtiger Fragen, welche Sie sich unbedingt stellen und auch beantworten sollten, um die Finanzierungsalternative Crowdfunding für sich erfolgreich beurteilen zu können:

  • Ist Crowdfunding überhaupt relevant für mich?
  • Welche Art des Crowdfunding ist für mich die Richtige?
  • Welche Chancen / Risiken sind damit verbunden?
  • Welche Crowdfunding-Plattform soll ich nutzen?
  • Welche Kosten sind damit verbunden?
  • Welche Vorschriften (Kleinanlegerschutzgesetz, etc.) muss ich beachten?
  • Wie beschreibe ich mein Projekt / meine Idee, etc. richtig?

Neben der grundsätzlichen Frage, ob Crowdfunding in der jeweiligen Situation überhaupt die geeignete Finanzierungsform ist, und den damit einhergehenden Rahmenbedingungen (Kosten, Plattform, etc.) ist insbesondere die richtige, zielgerichtete Kommunikation und Präsentation des Projekts, der Geschäftsidee, etc. notwendig. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist dabei, dass der Kapitalnehmer die Erwartungen der Kapitalgeber erfüllt. Letztendlich besteht die Herausforderung im Falle der Finanzierung eines Existenzgründers analog zu anderen Finanzierungsformen (Private Equity, Venture Capital, etc.) in der Ausarbeitung eines tragfähigen, nachhaltigen Businessplans.

Somit sollten Kapitalnehmer, beispielsweise Existenzgründer, sich zwingend eines erfahrenen Beraters bedienen, der sowohl mit dem Crowdfunding-Markt und der Branche als auch mit der Gründungsberatung sehr gut vertraut ist.

Insgesamt kann somit resümiert werden, dass Crowdfunding – sofern man die beschriebenen Faustregeln beachtet – durchaus eine erfolgsversprechende Alternative / Ergänzung zu klassischen Finanzierungsformen (beispielsweise der Bankfinanzierung) sein kann.

Weiterführende Informationen und nützliche Quellen:

Es finden sich unter anderem auf der Homepage des German Crowdfunding Network (Link: http://www.germancrowdfunding.net/) weitere interessante Informationen, beispielsweise zu Themen wie Steuern, Regulierung (Stichwort: Kleinanlegerschutzgesetz), Marktdaten sowie weitere interessante Literatur (so z.B. “Crowdfunding-Studie 2013/14. Analysen, Perspektiven Und Erfolgsfaktoren Innovativer Unternehmens- Und Projektfinanzierungen”). Ferner sind nachfolgend weitere interessante Links und Quellen aufgeführt:

  • Belleflamme, P., Lambert, T., and Schwienbacher, A. 2014. “Crowdfunding: Tapping the Right Crowd,” Journal of Business Venturing (29:5), pp. 585-609.
  • Blohm, I., Leimeister, J.M., Wenzlaff, K., and Gebert, M. 2013. “Crowdfunding-Studie 2013/14. Analysen, Perspektiven Und Erfolgsfaktoren Innovativer Unternehmens- Und Projektfinanzierungen,” Universität St. Gallen / Competence Center Crowdsourcing, Univeristät Kassel / Fachgebiet Wirtschaftsinformatik Deutscher Crowdsourcing Verband e.V. / German Crowdfunding Network, Ikosom, Crowd Mentor Network, Berlin.
  • Blohm, I., Sieber, E., Schulz, M., Haas, P., Leimeister, J.M., Wenzlaff, K., and Gebert, M. 2014. “Crowdfunding 2020 – Komplement Oder Substitut Für Die Finanzindustrie?,” Universität St. Gallen / Competence Center Crowdsourcing, Univeristät Kassel / Fachgebiet Wirtschaftsinformatik Deutscher Crowdsourcing Verband e.V. / German Crowdfunding Network, Ikosom, Crowd Mentor Network, Berlin.
  • Deutscher Crowdsourcing Verband e.V.: http://www.crowdsourcingverband.de/.
  • Europäische Kommission. 2014. “Communication on Crowdfunding in the European Union – Frequently Asked Questions.” Retrieved 08. November 2014, from http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-14-240_de.htm
  • European Crowdfunding Network: http://www.eurocrowd.org/.
  • German Crowdfunding Network: http://www.germancrowdfunding.net/

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Der kleine Knigge für Gründer und Jungunternehmer

Knigge und die Praxis oder voll das Leben

Knigge für Gründer und Jungunternehmer

An einem vernieselten Donnerstagabend im März gegen 06:30 Uhr rumpelte es vernehmlich neben unserem Haus und kurz danach klingelte es an der Tür. Wir hatten wirklich nicht mehr mit ihm gerechnet. Um 15:00 Uhr war der Termin verabredet, für den wir uns mühsam den Nachmittag freigehalten hatten. Jetzt stand er vor unserer Tür, der Schreinermeister, der die Gaube in unser Dach setzen wollte.

„Moin, Moin“, hieß es dann norddeutsch korrekt und knapp, „Firma Burmester, die Zimmerer.“ Aus dem Augenwinkel nahm ich noch den alten 7,5-Tonner wahr, der jetzt auf unserer Einfahrt thronte. Ohne Zögern und mit einem: „Da geht’s dann wohl nach oben…“ setzte sich Fa. Burmester in Zunfthose, Weste und kariertem Hemd über unseren hellgrau ausgelegten Flur, kleine sandige Spuren der letzten Baustelle hinter sich lassend, in Richtung Treppe in Bewegung. Wir kamen noch zu einem etwas verdutzten: „…Ja, ganz recht.“ Dann mussten wir hinterher.
Im ersten Stock konnten wir ihn knapp vor unserer Schlafzimmertür einholen und ihm gerade noch rechtzeitig die Tür zum Abstellraum über unserer Garage weisen, der einmal, dann mit neuer Dachgaube aus-gebaut, das zukünftige Büro meiner Frau werden sollte.

Wortlos und mit seinem Zollstock in der Hand den Dachstuhl unseres Hauses inspizierend, wandte er sich dann an mich: „Tja, ob das mit dem Ausbau so klappt, wie Sie sich das vorstellen…“. „So schwierig wird es!“ dachte ich jetzt. Am Telefon und nach Durchsicht unserer Unterlagen hörte sich das bei seinem Chef doch noch ganz anders an.
Meine Frau, eine ausgebildete Bautechnikerin, hatte sich viel Mühe gemacht, was man den Vorentwürfen auch ansah. Das ganze Vorhaben hatte sie mit ihrem alten Chefarchitekten intensiv besprochen. Aber unser Besuch hatte keinerlei Fragen an die Planerstellerin. „Naja…“ ließ er sich vernehmen, „…hab`s ja jetzt soweit gesehen, die Unterlagen ham` wir ja, wir machen dann mal `n Angebot. Kriegen Se kommende Woche.“ Mit einem „…und Tschüss dann!“ war er nach etwa 20 Minuten wieder verschwunden.

Der kleine Knigge für Gründer und Jungunternehmer

Es ist jetzt wieder März und die neue Gaube ist recht hübsch geworden. Den Innenausbau haben wir im letzten Sommer bereits kurz nach Fertigstellung in Eigenarbeit erledigt. Bereits 3 Wochen nach jenem verregneten Donnerstagabend haben wir den Auftrag vergeben können und mit ein paar guten zusätzlichen Vorschlägen vom Schreinermeister umgesetzt. Allerdings hieß dieser nicht Burmester.
Nach 2 Wochen häufigen Nachtelefonierens warten wir heute immer noch auf das Angebot, unsere eingereichten Vorentwürfe und: Den Namen von Meister Burmester‘s Mitarbeiter konnten wir bis heute nicht in Erfahrung bringen.

Realität in der Praxis

Leider ist die geschilderte Szene bis auf den geänderten Namen selbst erlebte Realität. In unserer täglichen Praxis begegnen uns häufig junge Unternehmer, die bei Erstkontakten kurz vor dem Kundentermin noch auf der Türschwelle die hastig aufgerauchte Zigarette im Blumenbeet entsorgend und eine Wolke guten Virginiatabaks vor sich her schiebend den Besprechungsraum betreten.
Nicht ganz selten auch der gut sichtbar vor den Geschäftsräumen platzierte auffällige Minicooper mit der Heckaufschrift: „Bibi`s Nagelstudio“. Bei einem Blick in den Mini gewinnt man den Eindruck, dass Bibi auch darin wohnt. Aufschrift und Fahrzeugmodell sind variabel, der Anblick des Innenraumes wechselt vielfach nicht.

5 Knigge Tipps für die Praxis

  1. Der erste Eindruck ist nicht korrigierbar
  2. Weniger ist manchmal mehr
  3. Ein Angebot entsteht
  4. Der Auftrag ist gebucht
  5. Die Rechnung

Der erste Eindruck ist nicht korrigierbar oder  es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Einer Studie der Princeton University, New Jersey, USA, aus 2006 zufolge brauchen Menschen ca. 100 Millisekunden, in denen sie sich ein nachhaltiges Bild vom unbekannten Gegenüber machen. Diese Chance müssen Sie als Unternehmer nutzen. Woran sollen potentielle Kunden, in erster Linie Laien, Ihre Fähigkeiten ermessen, wenn schon die Verabredung für ein Erstgespräch mit dreieinhalb Stunden Verspätung beginnt und ohne jeden Kommentar bezüglich des geplatzten Termins von Ihrer Seite vergeht? Wie planmäßig wird dann wohl erst der Einbau der beschriebenen Gaube verlaufen?

Und wenn die Informationsströme zwischen dem Chef und seinem Mitarbeiter schon in der Vorbereitung für das Erstgespräch abgerissen sind, wie reibungslos wird dann wohl der Auftrag abgewickelt werden?
Sie mögen fachlich unschlagbar sein; man wird Ihnen die Aufgabe nicht zutrauen, wenn die Kabine Ihres Transporters aussieht wie nach einer Urwaldrallye. Und wenn Sie schon beim Ausmessen auf die Reinigung Ihres Schuhwerkes verzichten, wie mag dann wohl am Abend die zukünftige Baustelle gleich neben dem Schlafzimmer Ihres Kunden aussehen?

Ebenso wenig fährt man mit Baufahrzeugen ungefragt auf Privateinfahrten, die für diese Zwecke in der Regel nicht ausgelegt sind. Auch der PKW bleibt beim Kundenbesuch an der Straße, wenn nicht gekennzeichnete Parkflächen auf dem Kundengrundstück etwas anderes signalisieren. Und: Man stellt nicht in der Nähe des Haupteingangs auf freien Parkplätzen mit der Aufschrift Geschäftsleitung das eigene Fahrzeug ab. Bitte nicht wundern; wir haben alle diese Stilblüten erleben dürfen.

Weniger ist manchmal mehr

So wenig überzeugend wie unsauberes Schuhwerk oder Arbeitszeug ist, wirkt der formelle dunkelblaue Nadelstreifenanzug mit feinem Oberhemd, Weste und passender Krawatte, wenn es gilt, Ihre potentiellen Auftraggeber von der Leistungsfähigkeit Ihres neu gegründeten Heizungs- und Elektro- oder Trockenbaubetriebes zu begeistern.

Gleiches gilt für die Sprache. Vermeiden Sie Anglizismen, ersetzen Sie Ihre beruflichen Fachausdrücke durch allgemeinverständliche Begriffe oder Umschreibungen so, dass Ihre Kunden diese verstehen. Die wenigsten werden im Zweifel nachfragen, um sich keine Blöße zu geben, aber ebenso wenige werden Sie für etwas beauftragen, dass sie nicht wirklich verstanden haben.

Versuchen Sie authentisch zu sein und spielen Sie keine Rolle. Keiner hält Verstellungen dauerhaft durch. Werden Sie sich bewusst, dass jede Ihrer Äußerungen, jede Ihrer Gesten, Ihr Outfit, der Pflegezustand von Firmenfahrzeugen, Messwerkzeugen und Ihrer Arbeitskleidung wie eine Arbeitsprobe von Ihrem zu-künftigen Auftraggeber bewertet wird.

Ein Angebot entsteht

Hier gilt Gleiches wie für das gesprochene Wort. Beschreiben und drücken Sie die Leistung so aus, dass Ihr Kunde, also ein Laie, es versteht und nachvollziehen kann. Und unterbreiten Sie, soweit irgend möglich 3 Alternativen in Ihrem Angebot:

Eine Sparversion, welche aber die besprochenen Kundenwünsche befriedigen kann. Eine Normalversion, die Ihrem Fachempfinden und dem Stand der Technik folgt, aber preislich über der Ersten liegen wird und die Luxusvariante, welche keinerlei Wünsche offen lässt und realisiert, was alles möglich ist. Mit etwas Geschick wird in der Regel die Normalversion beauftragt, aber eben manchmal auch das Luxuspaket.

Scheuen Sie nicht die Nachfrage nach einer angemessenen Zeit. Hat der Kunde alles verstanden, gibt es Fragen, die, vorzugsweise in einem persönlichen Gespräch, geklärt werden können. Dieses Gespräch bringt Sie wieder in die Lage, Ihren Kunden von Ihrer Leistungsfähigkeit zu überzeugen.

Und sollte es nicht geklappt haben, fragen Sie nach, was aus dem Projekt geworden ist und was Sie beim nächsten Mal besser machen können. Generell gilt für jede Angebotsphase: Fragen Sie nicht nach, geben Sie indirekt zu verstehen, dass Sie der Auftrag gar nicht interessiert. Und wenn Sie schon kein Interesse signalisieren, welches sollte dann Ihr Kunde aufbringen?

Der Auftrag ist gebucht

Halten Sie sich an die vereinbarten Absprachen. Dafür werden sie gemacht. Versprechen Sie nichts, was Sie nicht auch halten können. Über die Zeit bestehen langfristig nur die Betriebe, die es schaffen, ihre Kunden dauerhaft und nachhaltig vom Nutzwert der erbrachten Leistung zu überzeugen.

Lassen Sie Informationsdefizite erst gar nicht entstehen und binden Sie Ihren Kunden mit ein, wenn es darum geht in welcher Reihenfolge was erledigt werden wird. Ihr Kunde wird die Qualität Ihrer Arbeit auch hier nur an den realisierten Zusagen bemessen können. Passiert alles so, wie Sie es prognostiziert haben, wird folglich auch die erstellte Leistung für ihn in Ordnung sein.

Fragen Sie nach, ob Sie Strom, Wasser oder andere Energien vom Kunden für die Erstellung Ihrer Leistung erhalten dürfen. Räumen Sie am Abend Ihren Bereich auf und vermeiden Sie soweit wie möglich Beeinträchtigungen (Staub, Lärm, Schmutz, etc.) für den Kunden durch die Erstellung Ihrer Leistung.

Auch das vor Ort von Ihnen eingesetzte Team muss sich darüber klar sein, dass jeder Einzelne eine lebendige Visitenkarte des Unternehmens darstellt. Sorgen Sie also dafür, dass auch Ihre Mitarbeiter Ihre Umgangsformen teilen. Keine Hausbesitzerin möchte gerne auf ihrer eigenen Terrasse aus der Baustelle im ersten Stock während des Frühstücks Ohrenzeuge eines Gespräches über ihre körperlichen Vorzüge werden. Dies gilt auch für das Ausland. Sie wundern sich, wie weit verbreitet die deutsche Sprache auf dem Globus ist.Befolgen Sie diese Grundsätze, wird die Abnahme Ihrer Leistung auch gerne vom Kunden protokolliert.

Die Rechnung

Keiner liebt Überraschungen, wenn es um das liebe Geld geht. Stellen Sie also auch nur das in Rechnung, was zweifelsfrei Teil der Leistungserbringung war und belegen Sie dies nötigenfalls durch gegengezeichnete Leistungsnachweise. Vermeiden Sie kryptische Texte und ungenaue Positionsbezeichnungen mit hohen Werten wie etwa: Nicht einzeln aufgeführte Kleinteile für €156,37.

Wenn Sie über die gesamte Zeit der Leistungserbringung die hier geschilderten kleinen Regeln befolgt haben, wird sich die Höhe Ihrer Außenstände zukünftig in Grenzen halten. Wird die Rechnung nicht erwartungskonform ausgeglichen, bieten Sie bei Zahlungserinnerungen und anderen Auseinandersetzungen – auch Kunden können schwarze Schafe sein – weniger Angriffsfläche.

Ist die Rechnung bezahlt, fragen Sie nach angemessener Zeit nach, ob und wie zufrieden Ihr Kunde weiterhin mit der erstellten Leistung ist. Eine Empfehlung erleichtert Ihnen den nächsten Auftrag und vergessen Sie nie in allen Phasen des Kundenkontaktes: Schlechte Erfahrungen und Eindrücke werden 30mal häufiger kommuniziert als gute.

Gründerstory von Daniela Krüger

Existenzgründer Helfer im Gespräch mit Gründerin Daniela Krüger aus Salzwedel

Gründerstory von Daniela Krüger

Ihre persönliche Gründerstory erzählte uns Daniela Krüger aus Salzwedel.

Motto: Ihre Wünsche sind meine Ziele!
  1. Woher kam die Idee zur Gründung und wer hat Sie inspiriert ?
    Die klassische Gründungsmotivation des Trainingszentrums liegen darin, die eigene Idee – das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund zu verbessern und unsere zukünftige Generation zu sensibilisieren in Bezug auf die Thematik Hund in unserer Gesellschaft-, selbst zur vermarkten und so in Gänze an der Wertschöpfung und am Erfolg der eigenen Idee beteiligt zu sein. Daneben gibt es aber auch eine weitaus persönlichere Motivation, die mich als erfolgreiche Controllerin im Angestelltenverhältnis und Mutter zweier Kinder eine Gründung erstreben lässt. Im Angestelltenverhältnis im Teilzeitbereich er-öffnete sich nie die Möglichkeit einen eigenen Bereich zu schaffen, wo all die Kreativität und Erfolgsdenken meiner Person Einfluss nehmen konnte. Starre Vorgehenseise und wenig innovatives Denken begleitete mich in meiner beruflichen Lauf-bahn. Überforderte Führungskräfte überforderten auf höchst unprofessioneller Art und Weise ihre Angestellten. Neben unsagbarem Leistungsdruck entwickelten sich oft zwischenmenschliche Antipartie  wie Missgunst, Rache und Neid zwischen den Mitarbeitern. Diesem zu entfliehen und mit meiner ganzen Strebsamkeit eine Selbstständigkeit zu erschaffen ist mein persönlicher Motivator.
  2. Wer hat Ihnen bei der Gründung geholfen ?
    Selbstverständlich war meine Ausbildung beim Schulungszentrum Ziemer & Falke maßgeblich an der Gründung meines Zentrums beteiligt. Schon während der Ausbildung bekam man Unterstützung und Hinweise, welche einen guten Start in die Existenzgründung begünstigten.
    Nach Abschluss dieser Ausbildung vertraute ich mich dem Unternehmensberater Herrn Klaus Schaumberger an. Herr Schaumberger gab mir jederzeit Hilfestellung und stand mir mit Rat und Tat in jedem Bereich des Business zur Seite. Das Coaching war sehr vielfältig und Herr Schaumberger ermöglichte mir einen souveränen und sicheren Start in die freie Marktwirtschaft als Hundetrainer.
  3. Welches Problem lösen Sie für Ihre Kunden oder welchen Mehrwert bieten Sie mit Ihren Produkten/ Leistungen ?
    In meinem Hundetrainingszentrum Salzwedel stehen für mich neben dem fachkundigen und respektvollen Umgang mit dem Hund auch die individuellen Bedürfnisse von Mensch und Hund im Vordergrund.
    Meine Kunden sind nicht irgendwelche Menschen mit irgendwelchen Hunden, nein, sie sind so individuell wie das Leben selbst und jedes Mensch-Hund-Team braucht eine entsprechende Beratung und Anleitung.
    Meine Tätigkeit als Hundetrainerin beinhaltet neben Leidenschaft und Berufung auch Fachkompetenz, Menschlichkeit und einen geschulten Blick für Ihre Bedürfnisse und die Ihres Hundes.
    Bei mir erhalten Sie eine kompetente Beratung und Ausbildung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
    Mein Motto: Ihre Wünsche sind meine Ziele!
  4. Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen ?
    Durch die kleingehaltenen Gruppen (max. 5 Mensch/Hund-Teams) erhält jedes Team eine individuelle Betreuung während des Trainings. So ist es möglich auch auf die Problematiken der Einzelnen einzugehen und Lösungswege zu erörtern. Im Trainingszentrum werden ganz bewusst die Gruppen zusammengestellt, wo nicht nur die Vierbeiner harmonisieren, es wird Wert darauf gelegt, dass auch die Halter zueinander finden.
    Ein weiterer Punkt ist selbstverständlich die Möglichkeit, dass Training in einer Halle durchzuführen. So muss auch bei sehr schlechtem Wetter das Training nie verschoben oder gar abgesagt werden. Das Trainingszentrum steht für ein Ort, wo der Halter mit dem geliebten Vierbeiner fachkundiges und strukturierten Training erhält, aber auch für eine Begegnungsstätte von Gleichgesinnten, die das Ziel haben mit Ihrem Hund ein Team zu bilden und Freude am Training haben.
  5. Wie haben Sie Ihre Gründung finanziert ?
    Ein Grundkapital habe ich mir zum Zeitpunkt meines Angestelltenverhältnisses geschaffen. Weiterhin bekam ich durch die Förderung der KFW-Bank die Möglichkeit, an einem Gründercoaching teilzunehmen.
  6. Was waren die wichtigsten Schritte in Ihrer Gründung ?
    Erstellung eines Businessplans -Zielsetzung- Was möchte ich? Wie kann ich es umsetzen? Ist es realistisch? Wie plane ich in kleinen Schritten? Was benötige ich zur Zielerreichung?
  7. Was waren die größten Hürden in Ihrer Gründung ?
    Dem Kunden zu beweisen, das meine Dienstleistung die Beste ist!
  8. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Gründung ?
    Das persönliche Hauptziel der Gründung ist es, das Unternehmen in eine solide finanzielle Standfestigkeit zu bringen. Ergeb-nisorientiert soll das angestrebte Unternehmen zunächst den Lebensunterhalt sichern. Langfristig gesehen, soll das Unternehmen Arbeitsplätze schaffen wobei der Standort in Cheine/Salzwedel ca. 4 Mitarbeiter beschäftigen wird. Ein weiteres Ziel ist es, eine hohe Zufriedenheit der Kunden zu erreichen und zu sichern.
  9. Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen ?
    Ich würde mich früher für diesen Weg entscheiden!
  10. Was ist Ihr wichtigster Tipp für Gründer ?
    Niemals aufgeben! Auch wenn mal dicke Wolken am Himmel hängen und an manchen Tagen so gar nichts gelingen mag, es kommen wieder sonnige Tage…. ganz sicher! Um durch die erste Zt. der Gründung zu kommen ist es sehr sinnvoll, mit Menschen in Kontakt zu stehen, die den gleichen Weg beschreiten. Auch ein adäquates Coaching halte ich für unabdingbar.
  11. Welche Entwicklungen dürfen wir in Zukunft noch erwarten ?
    Die langfristigen und mittelfristigen Unternehmensziele des Hundetrainingszentrums ist ein Magnet zu sein, für die ganzheitliche Betreuung von Hund und Mensch. An verschiedenen Standorten in ganz Deutschland kommen Menschen ins Zentrum mit Ihren Vierbeinern um Rat und Training für Ihre verhaltensauffälligen Hunde zu erhalten und um Erziehungs-, Sozialisierungs- und Auslastungsmethoden mit Spaß und Freude zu verfolgen. Im Sektor Seminare wird es eine Zusammenarbeit mit dem Trainingszentrum Ziemer und Falke in Großenkneten geben, hierfür werden regelmäßig Seminare und Workshops zu allen relevanten Themen veranstaltet. Desweitern werden die Seminare in ganz Deutschland an den unterschiedlichen Standorten für die Mensch-Hund-Teams veranstaltet. Themen wie Ernährung, Aggressionsprobleme, Haltung und vieles mehr – werden Inhalt dieser Seminare sein. Auch in Schulen und Kindergärten wird die Arbeit mit dem Hund als Konzentrationsförderung und Sozialisierung der Kinder als Therapie und Förderungsansatz anerkannt sein und regelmäßig durchgeführt. Ein weiteres langfristiges Ziel des Unternehmens wird ein Indoor-Schwimmbecken sein. Das Schwimmtraining bei physischen Problemen insbesondere bei älteren Hunden oder bei Hunden, welche auf Grund festgelegter Zuchtvorgaben zunehmend körperliche Probleme haben, wird eine willkommene Alternativ-Therapie zu den herkömmlichen schulmedizinischen Therapien sein. Die Möglichkeit der Schwimmtherapie gibt es zum heutigen Zeitpunkt im Umkreis von 120 Kilometern nicht. Für dieses Ziel wird zum Umsetzungszeitpunkt entsprechendes Fachpersonal eingestellt. Durch die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Tierärzten wird sich dieser Bereich des Trainingszentrums schnell etablieren und festigen.
    Folgende Mittelfristigen und kurzfristigen Ziele des Hundetrainingszentrums werden angestrebt:
    • Im Bereich der Trainingskurse ist eine feste Struktur der Teilnehmer zu erreichen, welche wöchentlich stattfinden. Die Auslastungskurse wie Trainingsspaziergänge, Agility und Mantrailing werden etabliert und regelmäßig 2 Mal wöchentlich durchgeführt.
    • Im Bereich der Verhaltenstherapie wird das Trainingszentrum an Bedeutung- und Bekanntheits-grad zunehmen und eine zuverlässige und kompetente Anlaufadresse für alle Problematiken sein.
    • Seminare werden zunächst über die Kindergärten, Grundschulen und Hebammenkurse in Form einer persönlichen Vorstellung kommuniziert und wöchentlich durchgeführt. Hinzu kommt der Kinderhundeführerschein, welcher im Einzugsgebiet durch das Trainingszentrum eingeführt und umgesetzt wird.
    • Die Einführung und Umsetzung des Hundeführerscheins in Sachsen Anhalt wird vom Trainingszentrum als Vorreiter in diesem Bereich übernommen. Hierbei gilt es den Halter auf die anstehende Prüfung theoretisch und praktisch vorzubereiten.
    • Kundenzufriedenheit sicherstellen
    • Kundenbindung erhöhen – Umsatzsteigerung pro Kunde
  12. Welche Frage wollten Sie als Gründer schon immer mal beantworten ?
    Als Selbstständiger Mensch muss man selbst und ständig arbeiten, ist das nicht belastend?
    Nein, ich weiß für was und wen ich das tue und ich kann alles alleine steuern, es gibt niemanden, der mir vorschreibt, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich bin keiner Willkür der Vorgesetzten ausgesetzt und bekomme nur durch meine Leistung ehrliches und deutliches Feedback meiner Kunden und kann mich daran weiterentwickeln. Wer vor Arbeit Angst hat, sollte es lassen… wer aber selbstbestimmend voller Tatendrang einer Berufung nachgehen möchte, wird es schaffen!

Vielen Dank für die Gründerstory von Daniela Krüger
und ihrem Unternehmen Hundetrainingszentrum in Salzwedel

Kontakt
Daniela Krüger | Felixstowestraße 53 | 29410 Salzwedel
EMail: info@hundeschule-salzwedel.de
Webseite: www.hundeschule-salzwedel.de/
Unternehmen: Hundetrainingszentrum Salzwedel

Jede Gründung ist ein Geschichte für sich – erzählen Sie hier Ihre Gründerstory und helfen angehenden Gründern einen realistischeren Blick zu bekommen.

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Gründerkredit und Rating oder Basel 1 bis 3

Was hat mein Gründerkredit mit Rating und Basel 1-3  zu tun?

Die Anschlussfragen lauten dann: „Warum soll ich das hier lesen? Was habe ich davon?“

Gründerkredit-und-Rating

Die Beschäftigung mit diesem Thema versetzt Sie in die Lage, das nächste Kreditgespräch quasi auf Augenhöhe mit Ihrer Bankberaterin / Ihrem Bankberater zu führen. Da bin ich der Meinung, dass es das wert ist, etwas Zeit zu investieren, denn die ist gut angelegt.

Wie bereits angedeutet geht es im weitesten Sinne um Kredite: Bewilligungen, Prolongationen (Verlängerung von Kreditvereinbarungen), Erhöhungen, kurzfristige Inanspruchnahmen – eben das ganze Programm. Vor einer Bewilligung findet – vereinfacht gesagt – eine Bonitätsprüfung statt. Bei Selbständigen (Freiberufler, Unternehmen) lautet der Fachbegriff

Rating

Den Begriff haben Sie in den Nachrichten bestimmt schon gehört, häufig im Zusammenhang mit „Ratingagenturen“. Bekannte Namen sind in diesem Zusammenhang Moody’s (Sitz in New York), Fitch (Sitz in New York), Standard & Poor’s (Sitz in New York). Das sind Firmen, die die Kreditwürdigkeit von Ländern, Banken und multinational tätigen Firmen prüfen. Schon mal gehört? Ich glaube wohl, z. B. in den Nachrichten.

Mit Ihrer Firma beschäftigen sich diese Ratingagenturen nicht, dazu ist sie – mit Verlaub – wahrscheinlich zu klein.

Aber in dieser Hinsicht ist jedes Kreditinstitut für sich eine kleine Ratingagentur. Denn das Kreditinstitut führt im Grunde genommen das Gleiche aus wie die großen: es findet eine Bewertung von Kreditnehmern statt. Ich möchte es etwas genauer formulieren: es wird geprüft, wie hoch die Ausfallwahrscheinlichkeit des Kredites innerhalb eines Jahres ist. Daraus können Sie schon schließen, dass dieses Rating regelmäßig durchgeführt wird.

Ein „Kreditrating nach Basel I, II oder III“ ist kein Hexenwerk oder Teufelszeug, sondern im Grunde genommen relativ einfach – wenn man die Mechanismen kennt. Über die Hintergründe bzw. Vorgehensweise in diesem Bereich möchte ich Sie gerne informieren und Ihnen behilflich sein, Fehler zu vermeiden.

Geschichte des Rating

Warum das ganze Theater mit dem Rating?

In diesem Fall ist es sinnvoll, einen kurzen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

… eine kleine Kölner Privatbank mit Namen „I. D. Herstatt KGaA“. Dieses Bankhaus brach 1974 zusammen, da Mitarbeiter sich schlicht und einfach „verzockt“ hatten. Nach anfänglich sehr erfolgreichen Devisenspekulationen wurden immer höhere Risiken eingegangen („Halskrankheit“), bis das Pendel in die andere Richtung schlug. Die Bank konnte die aus diesen Geschäften entstandenen Verpflichtungen nicht mehr ausgleichen. Die etwas älteren unter uns kennen vielleicht noch den Ausdruck: „man hat sich verdattelt“. Der führende verantwortliche Devisenhändler des Bankhauses hieß Dany Dattel.

Dieser Zusammenbruch hatte weitreichende Konsequenzen. Die Bankensicherungsfonds z. B. entstanden in dieser Zeit. Sie wurden gegründet um zu verhindern, dass derartige Bankenzusammenbrüche wieder vorkommen. Ein Verbund soll die einzelnen Institute stützen, wenn bei einem einzelnen Kreditinstitut Schwierigkeiten entstehen. (gemeinsam sind wir stark!).

Praktisches und aktuelles (!!) Beispiel gefällig: (dpa) „Die Auflösung der Skandalbank Hypo Alpe Adria in Österreich wird auch für etliche deutsche Institute zum Problem. Am schlimmsten hat es die Düsseldorfer Hypothekenbank erwischt. Das Geldhaus muss zum zweiten Mal innerhalb von knapp sieben Jahren vom Einlagensicherungsfonds der privaten Banken gerettet werden. …“ Entnommen den Westfälischen Nachrichten vom 17. März 2015.

Das Bankhaus Herstatt war Risiken eingegangen, die weit über das haftende Eigenkapital hinausgingen. Das wiederum rief die Präsidenten von einigen wichtigen Landeszentralbanken auf den Plan, denn diese hatten schon im Vorfeld festgestellt, dass große Kreditinstitute ebenfalls über ihre Verhältnisse lebten. Das jeweilige Eigenkapital stand in keinem vertretbaren Verhältnis zu den eingegangen Risiken.

Das Ergebnis dieser Erkenntnis: Risiken der Kreditinstitute müssen in einem Verhältnis zum Eigenkapital stehen! Das Ziel war ganz einfach: keine weiteren Zusammenbrüche von Kreditinstituten. Die Präsidenten der Zentralbanken trafen sich regelmäßig in der Schweiz in Basel. Daher war es naheliegend, den aus diesen Gesprächen resultierenden Gesetzen jeweils den Begriff „Basel“ voranzustellen.

Basel Abkommen

Basel I

war das erste Abkommen. Ab 1988 mussten Kreditinstitute pauschal 8% ihrer Risikopositionen (z. B. Kredite) als Kapital hinterlegen. Das hatte zur Folge, dass nicht mehr unbegrenzt Risiken eingegangen werden konnten – es sei denn, das Kreditinstitut erhöhte das Eigenkapital.

Das Problem war der Begriff „pauschal“! Ein Darlehen z. B. gegen Abtretung von Ansprüchen aus einer Kapitallebensversicherung stellt im Grunde genommen gar kein Risiko dar – es mussten aber trotzdem 8% hinterlegt werden. Das stieß auf Missfallen bei den Kreditinstituten, da mit dieser Rücklage nicht mehr gearbeitet werden konnte. Dieses Argument leuchtete den Zentralbankpräsidenten ein und es kam 2007 zu

Basel II.

Jetzt wird es spannend! Die Grenze von 8% hat immer noch ihre Gültigkeit, aber die Berechnungsgrundlage ist eine völlig neue. Jetzt haben die Kreditinstitute die Möglichkeit, jede Risikoposition (also z. B. Kredite) individuell zu betrachten und auf eine mögliche Ausfallwahrscheinlichkeit hin zu überprüfen.

Das Rating war geboren!

Der Begriff stammt wie so vieles aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Bewertung“ oder „Einstufung“. Die vielleicht bessere Bezeichnung „Bonität“ sagt im Grunde genommen etwas Ähnliches aus und ist gebräuchlicher (und nicht so negativ besetzt).

Gesetzliche Regelung für Kreditinstitute

Jedes Kreditinstitut ist also gesetzlich gezwungen, sich seine (zukünftigen) Kreditnehmer sehr genau anzusehen. Bei deutschen Kreditinstituten herrscht das sogenannte „4-Augen-Prinzip“, das bedeutet, dass unter bestimmten Bedingungen zwei Personen über das jeweilige geplante Kreditgeschäft schauen müssen. Eine Person davon ist Ihre Kundenberaterin bzw. Ihr Kundenberater, also der Markt, die zweite ist im Nachfolgebereich zu finden und hat keinerlei Kundenkontakt. Aufgabe ist es hier, ausschließlich aufgrund der eingereichten Unterlagen und des persönlichen Urteils der Beraterin / des Beraters eine Risikoeinschätzung vorzunehmen.

Aber wie gestalte ich Vorgänge so, dass sie für einen unbeteiligten Dritten nachvollziehbar sind? Richtig, ich versuche Standards zu schaffen, ich versuche möglichst viele Kunden in ein gewisses Raster zu drücken, um auf diesem Wege Entscheidungen gegenüber Dritten transparent zu gestalten.

Diese persönliche Einschätzung des (zukünftigen) Kreditnehmers wird im stillen Kämmerlein der Bank durchgeführt. Es ist aber nicht so, dass alle Kreditinstitute über einen einheitlichen Ratingprozess verfügen. Leider nicht! Sie können davon ausgehen, dass jede Bankengruppe (Volksbanken, Sparkassen, Privatbanken) unterschiedliche Arbeitsschritte für das Rating hat. Selbst innerhalb einer Bankengruppe kann es durchaus sein, dass es Unterschiede gibt.

Ziel der Kreditinstitute:
Sie bewerten die Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditengagements. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom.

Die Kreditinstitute sind gehalten, ihren Kundinnen und Kunden diesen Ratingprozess und das Ergebnis daraus zu erläutern und damit transparent zu machen. Soweit zur Theorie, denn die Praxis ist davon ganz weit entfernt – leider! Daher kann ich Ihnen nur empfehlen, Ihrem Kreditinstitut so lange auf die Füße zu treten, bis Ihr Rating offengelegt wird – und der Weg zu dieser Einschätzung!

Einfluss auf den Ratingprozess ?

Es ist also so, dass ich bzw. meine Firma bzw. beide einen Bewertungsprozess durchlaufen. Kann ich diesen Prozess bzw. das Ergebnis daraus irgendwie beeinflussen?

Teilweise: Ja!

Den eigentlichen Ratingprozess können Sie nicht beeinflussen, da wie bereits erwähnt dieser standardisiert ist. Auf das Ergebnis haben Sie sehr wohl Einfluss!!! Es ist nur so, dass sehr viele diese Möglichkeiten gar nicht kennen und somit nicht nutzen (können)!

Ratingprozess

Sehen wir uns den Ratingprozess etwas genauer an, was geschieht da eigentlich? Ein Rating besteht grob gesagt aus zwei Teilen:

  • den harten Faktoren (hard facts) und
  • den weichen Faktoren (soft facts).

Die harten Faktoren sind, wie man aus dem Begriff schon ablesen kann, alles, was in irgendeiner Form direkt nachprüfbar ist. Dazu zählen Unterlagen wie Jahresabschlüsse (Bilanzen, Einnahme- / Überschussrechnungen) und unterjährige Abschlüsse (BWA’s). Dazu zählen aber auch Prognosen, die zu bestimmten Anlässen (Geschäftsausweitung, Übernahme, Investitionen) erstellt worden sind. Es wird geprüft, in wie weit die Zahlen realistisch waren und wenn nicht wird die Frage gestellt, was passiert ist. Diese Frage ist auf jeden Fall von Ihnen zu beantworten.

Zu den weichen Faktoren zählt alles, was mit der Persönlichkeit der Kreditnehmerin / des Kreditnehmers zu tun hat, wie zum Beispiel:

  • Kompetenz der Eigentümerin / des Eigentümers
  • Zusammenarbeit zwischen Kunde und Kreditinstitut (werden Unterlagen pünktlich eingereicht oder erst nach mehrmaliger Aufforderung)
  • Gibt es ein Controlling in der Firma?
  • Wurde schon über eine Nachfolgeregelung nachgedacht?
  • Besteht ein Investitionsstau?
  • Wie ist die Firma im jeweiligen Marktsegment aufgestellt?
  • Bestehen größere Abhängigkeiten von einzelnen Kundengruppen (Großkunden)?

Dies sind nur einige Beispiele der Bewertungsmöglichkeiten. Auf diese Punkte haben Sie direkte Einflussmöglichkeiten, die Sie im eigenen Interesse auch nutzen sollten!

Ein sehr einfaches Beispiel für Ihre Einflussmöglichkeit: Ihnen ist bekannt, zu welchen Terminen meine BWA’s erstellt werden. Also beauftrage ich meine steuerliche Beraterin / steuerlichen Berater, diese Abschlüsse zeitgleich meiner Bank zukommen zu lassen. Dann wird ein Gesprächstermin vereinbart, damit die Zahlen besprochen werden können, egal ob sie gut oder schlecht sind. Bei schlechten Zahlen halte ich es sogar für noch wichtiger, denn Überraschungen hat kein Kreditinstitut gerne!!!

Rating – Bandbreite Faktoren

Das Ergebnis der Bewertung von harten und weichen Faktoren wird in einer Zahl ausgedrückt. Daher ist es wichtig zu wissen, mit welcher Bandbreite mein Kreditinstitut bewertet. Eine „5“ zwischen „1“ und „10“ sieht anders aus als zwischen „1“ und „20“, oder?

Häufigkeit Ratingprozess

Jetzt kennen wir den Ratingprozess, der im Zweifelsfalle 1x jährlich durchgeführt wird, nämlich dann, wenn z. B. der Jahresabschluss eingereicht wird.

Schlimm?? Nein!! Diese Aktion muss nur von beiden Seiten (Kreditnehmerin / Kreditnehmer und Kreditinstitut) gewollt und richtig durchgeführt werden. Natürlich kostet das Zeit – aber die ist meines Erachtens dann sehr gut investiert.

Dieses Einschätzen der Wirtschaftskraft des Unternehmens ist doch positiv! Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer wird auf diesem Wege gezwungen, sich mit der wirtschaftlichen Situation der Firma intensiv auseinanderzusetzen. Die Steuerberater sind hier ebenfalls gefordert und im Gespräch im Zweifelsfalle sogar dabei. Die Zeiten müssten eigentlich vorbei sein, in der nur die Belege verbucht worden sind und auf Knopfdruck die Jahresabschlüsse erstellt werden – Hauptsache ohne Gewinn und damit ohne Steuerlast.

Ohne Gewinn?? Wie erläutere ich dann der Bank, dass ich die Darlehen zurückzahlen kann??

Kein oder sogar negatives Eigenkapital!! Wie erkläre ich der Bank, dass der Wert der Firma auf unerklärliche Weise und ganz plötzlich verschwunden ist??

Dann ist es zu spät!!!

Die Firma ist normalerweise die Grundlage für das wirtschaftliche Auskommen der Eigentümer. Aus diesem Grunde halte ich es für enorm wichtig, sich entweder ständig oder zumindest in regelmäßigen Abständen mit der Situation auseinanderzusetzen. Davor wegzulaufen verschafft nur kurzfristig etwas Luft, eingeholt wird man immer. Aber vielleicht hat man gerade in dieser Zeit die Chance verpasst, etwas positiv zu verändern!

Ein regelmäßig und absprachegemäß durchgeführter Ratingprozess ist demnach für die wirtschaftliche Entwicklung einer Firma enorm wichtig. Es wird die Frage gestellt, wie Zahlungsströme z. B. im nächsten Jahr aussehen, welche Kundengewinnungs- bzw. Kundenbindungsmaßnahmen durchgeführt werden, ab welchem Zeitpunkt man sich mit einer möglichen Nachfolgediskussion beschäftigen sollte, und und und. Themen gibt es in dieser Hinsicht mehr als genug.

Wie Sie sehen ist hier die steuerliche Beratung unumgänglich. Es geht nicht mehr nur darum, keine oder möglichst wenig Steuern zu zahlen – der „Schuss geht nach hinten los“, wie man so schön sagt. Es geht vielmehr um Gestaltungsmöglichkeiten, die dazu führen, dass alle Beteiligten, Bank / UnternehmerIn / Finanzamt mit der Situation leben können. Jahresabschlüsse auf Knopfdruck und unkommentiert sollten eigentlich der Vergangenheit angehören.

Aber was noch?

Das Ratingergebnis ist entscheidend dafür, ob der Kredit überhaupt bewilligt wird!!! Ist diese Hürde übersprungen wird die Höhe des Zinssatzes festgelegt. Auch hier ist das Rating ausschlaggebend: je niedriger das Risiko für die Bank desto besser ist der Zinssatz für den Kunden!! Das Kreditinstitut muss für geringeres Risiko weniger Geld hinterlegen (s. 8% – Klausel) und kann daher günstigere Zinssätze gewähren.

Gehen Sie bitte auf die Internetseite der KfW (www.kfw.de), scrollen nach unten und klicken auf den Punkt „aktuelle Zinskonditionen“. Es öffnet sich eine Tabelle, aus der dieser „risikogerechte Zins“ hervorgeht. Der Unterschied, ob Sie einen Zinssatz nach „A“ oder „I“ zahlen müssen ist ganz erheblich. Diese Art der Zinsfestlegung wird mittlerweile von sehr vielen Kreditinstituten betrieben!

Damit ist die Frage geklärt, warum sich jeder um sein Rating kümmern muss!!

In meinem nächsten Artikel „Finanzierung von Vorhaben“ gehe ich nochmals auf dieses Zinssystem ein.

Fazit zum Bankenrating

Ein regelmäßig, ordentlich und damit transparent durchgeführtes Rating ist nicht der Schrecken einer Firma. Ich bin der Meinung, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Dieses sich auseinandersetzen müssen mit der finanziellen Situation schafft Möglichkeiten der Steuerung:

  • Zu welchem Zeitpunkt muss ich investieren (auch Ersatzinvestitionen)?
  • Wann laufen Darlehen aus und es entsteht mehr Liquidität?
  • Sind Darlehen zu diesem Zeitpunkt überhaupt die richtige Finanzierungsform oder sollte ich mich nach Alternativen umschauen?
  • Wird es Zeit Rücklagen aufzustocken bzw. zu schaffen?
  • Muss ich mein Marketing umstellen?
  • Ist es erforderlich, meine Firma aufgrund von Marktveränderungen neu auszurichten?

Das sind alles Fragen von richtungsweisender Bedeutung für die Firma und die Inhaber, die u. a. im Zusammenhang mit dem Rating aufgeworfen und beantwortet werden können.

Ein gutes Rating zahlt sich in barer Münze aus: Rechnen Sie die Zinskosten bei einem Zinssatz von 2,0% oder 6,0% über eine Laufzeit von 10 Jahren aus: davon können Sie einen weiteren Mitarbeiter einstellen oder sehr lange Ihre Partnerin / Ihren Partner zum Essen oder in Urlaub einladen!

Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus ?

Ich bin arbeitslos, sehe auf dem 1. Arbeitsmarkt keine Chance. Welche Förderungen kann ich für mich in Anspruch nehmen?

Für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit kann unter bestimmten Bedingungen

beantragt werden.

Einzelfallentscheidung statt Regelleistung

Hierbei handelt es sich allerdings nicht um Regelleistungen, sondern um Einzelfallentscheidungen! Der Unterschied ist erheblich, wie die folgende Grafik des Institutes für Mittelstandsforschung (IfM  Bonn) zeigt!

Quelle IfM Bonn – 09.02.2015

Existenzgründung mit dem Gründungszuschuss:

Arbeitslose, die Arbeitslosengeld I beziehen und sich selbstständig machen wollen, können den Gründungszuschuss in Anspruch nehmen. Voraussetzungen sind die Beendigung der Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer hauptberuflichen selbstständigen Tätigkeit sowie der Nachweis der persönlichen und fachlichen Fähigkeiten gegenüber dem Arbeitsvermittler.

Bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit muss die Gründerin bzw. der Gründer einen Anspruch auf Arbeitslosengeld (kein ALG II) von mindestens 150 Tagen haben.

Zudem muss eine fachkundige Stelle das Existenzgründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit der Existenzgründung bestätigen. Als fachkundige Stellen gelten die Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, kommunale Einrichtungen der Wirtschaftsförderung, Kreditinstitute, Steuerberater/innen und Wirtschaftsprüfer/innen sowie Unternehmensberater/innen.

Als Bewertungsgrundlage ist der fachkundigen Stelle eine Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens, der Lebenslauf, ein Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie eine Umsatz- und Rentabilitätsplanung vorzulegen. Der Nachweis von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit ist der Arbeitsagentur gegenüber zu erbringen.

Die Förderdauer beträgt bis zu 15 Monate und ist in zwei Phasen unterteilt: in den ersten sechs Monaten nach dem Unternehmensstart erhalten Gründerinnen und Gründer einen monatlichen Zuschuss in Höhe ihres Arbeitslosengeldes I zuzüglich einer Pauschale von 300 Euro für die soziale Absicherung (Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge). Nach Ablauf der ersten sechs Monate kann sich eine zweite Förderphase von weiteren sechs Monaten anschließen. In diesem Zeitraum wird nur noch die Pauschale von 300 Euro für die Sozialversicherung gezahlt. Um diese Förderpauschale zu erhalten, müssen Gründerinnen und Gründer ihre Geschäftstätigkeit und ihre hauptberuflichen unternehmerischen Aktivitäten nachweisen. Diese „Anschlussförderung“ ist ebenfalls nicht garantiert! Wenn der 1. Teil des Gründungszuschusses bewilligt worden ist bedeutet es nicht, dass sich der 2. Teil automatisch anschließt.

Der Gründungszuschuss muss vor Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, in deren Bezirk der Existenzgründer bzw. die Existenzgründerin den Wohnsitz hat.

Arbeitnehmer, die ihr bestehendes Arbeitsverhältnis selbst kündigen, erhalten für die Dauer einer Karenzzeit von drei Monaten keine Förderung.

Auf Grund der Neuregelung des Gründungszuschusses im “Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt”, das am 28. Dezember 2011 in Kraft getreten ist, handelt es sich um eine Ermessensleistung. Das heißt, es gibt keinen Rechtsanspruch auf den Gründungszuschuss.

Existenzgründung mit dem Einstiegsgeld:

Sie sind erwerbsfähig und Leistungsberechtigter im SGB II? Dann haben Sie die Möglichkeit, bei Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit das Einstiegsgeld zu beantragen. Auch hierbei handelt es sich um eine „Ermessensentscheidung“. Das Einstiegsgeld ist im Gegensatz zum Gründungszuschuss beim Jobcenter zu beantragen. Hier wird geprüft, ob durch die Aufnahme dieser Tätigkeit die Hilfebedürftigkeit nach dem SGBII zukünftig beendet wird oder ob sie innerhalb eines gewissen Zeitraumes nicht mehr auf das Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Weiterhin wird entschieden, ob die Förderung für die Eingliederung überhaupt erforderlich ist. Für die Entscheidungsfindung ist es erforderlich, die persönliche Eignung und eine Prognose über die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens darzulegen.

Die Höhe des Einstiegsgeldes richtet sich u. a. nach dem Regelbedarf, der Dauer der bisherigen Arbeitslosigkeit und der Haushaltsgröße.

Leistungen zur Eingliederung von Selbständigen:

Das SGBII (§16c) sieht vor, das Darlehen oder Zuschüsse zum Erwerb von Sachleistungen gefördert werden können, die für die Aufnahme der selbständigen Tätigkeit erforderlich sind. Die Zuschüsse dürfen nicht höher sein als 5.000,00 Euro. Ebenfalls gefördert werden können Beratungsleistungen, die für die weitere Ausübung der Selbständigkeit erforderlich sind. Auch hier besteht die Möglichkeit, dass eine Beurteilung des Vorhabens durch eine fachkundige Stelle erforderlich ist.

Es handelt sich bei diesem Artikel um eine Übersicht von Möglichkeiten Stand Februar 2015. Eine eingehende Beratung bei der Agentur für Arbeit bzw. des Jobcenters ist immer vorgeschrieben und sinnvoll.

Meine Empfehlung lautet:

Die eingesetzte Statistik ifm Bonn zeigt deutlich, dass Agentur für Arbeit und Jobcenter hohe Hürden durch die Ermessensentscheidungen eingebaut haben. Es fällt zwar schwer es zu sagen aber gelegentlich ist es für ExistenzgründerInnen der Schutz vor sich selbst. Viele Existenzgründungen in Deutschland scheitern – aus unterschiedlichsten Gründen – und das hat sehr häufig negative Folgen für die Gründerperson (z. B. Insolvenz). Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich mit seinem Vorhaben im Vorfeld intensiv auseinanderzusetzen. Dazu wird man jetzt gezwungen!

Gründungszuschuss, Einstiegsgeld und andere Leistungen sollten auf gar keinen Fall Grundlage einer Selbständigkeit sein!

Ausschlaggebend ist allein die eigene Leistungskraft. Ist die (noch) nicht vorhanden sollte das Vorhaben nochmals überdacht werden. Vor vielen Jahren wurde die Gründung von sog. „ICH – AG’s“ gefördert. Dieses Programm wurde aber schnell wieder geschlossen. Die Gründer „entkamen“ zwar der Arbeitslosenstatistik, sehr viele von ihnen scheiterten aber.

Wenn man Zuschüsse erhält ist es sehr schön, oder wie man sagt: „nice to have“, aber mehr auch nicht!


Professionelle Hilfe für ihre Existenzgründung
Sie brauchen professionelle Hilfe für ihre Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit – nutzen Sie unser bundesweites Beraternetzwerk !

Gründerstory von Phaidros Krugmann

Existenzgründer Helfer im Gespräch mit Gründer Phaidros Krugmann aus Heidelberg

Gründerstory von Phaidros Krugmann

Seine persönliche Gründerstory erzählte uns Phaidros Krugmann aus Heidelberg.

Motto: Wenn Worte heilen …
  1. Woher kam die Idee zur Gründung und wer hat Sie inspiriert ?
    Die Idee zur Gründung eines eigenen Unternehmens „Der Seelenflüsterer“ kam aus meiner Praxis als Hypnosystemiker. Immer wieder wurden meine Dienste als „Seelsorger“ und philosophischer Berater gefragt. Auch die Wünsche nach einer analytischen Biografiearbeit „sprengten“ immer öfters den Rahmen der klassischen Hypnosearbeit. Mit meiner Stimmführung und dem „Dialog der Seele“ konnte ich mein Potenzial als „Seelenflüsterer“ und Hypnotiseur optimal einbringen.
  2. Wer hat Ihnen bei der Gründung geholfen ?
    Ich kann auf einen reichen Erfahrungsschatz bezügl. Betriebsgründungen verweisen. „Der Seelenfluesterer“ ist ein autodidaktisches Projekt. Organisation und Marketing habe ich im Alleingang aufgezogen.
  3. Welches Problem lösen Sie für Ihre Kunden oder welchen Mehrwert bieten Sie mit Ihren Produkten/ Leistungen ?
    Zu mir kommen Menschen mit spirituellen, mentalen und gesundheitlichen Fragen. Gerade folgende Themen sind aktuell stark: Selbstvertrauen & Selbstsicherheit, Raucherentwöhnung, Gewichtsproblemen, BurnOut, BoreOut, Mobbing, depressive Verstimmungen, Angst- & Schmerzbelastungen, Sexualberatung, Paarberatung, Konfliktberatung, Sinnfindung, Nervosität, innere Unruhe, Sporthypnose, Sportcoaching, Beziehungsproblemen u.v.m.
    In all den Fragen kann ich zu einer tiefen Entspannung und Entlastung, Klärung und Auflösung beitragen.
  4. Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen ?
    Als Initiator und Begründer des „Dialog der Seele“ in meiner philosophischen Praxis begründe ich mit meiner Person und meiner Arbeit im deutschsprachigen Einzugsgebiet ein Alleinstellungsmerkmal.
  5. Wie haben Sie Ihre Gründung finanziert ?
    Alle Ausgaben und Investitionen konnte ich im Rahmen meiner regulären Einkünfte sicher stellen.
  6. Was waren die wichtigsten Schritte in Ihrer Gründung ?
    Persönliche Kontakte zu Ärzten, Heilpraktiker und Psychologen aufbauen/nutzen. Netzwerkbildung und Pressearbeit initiieren. Flyer und Werbematerial auslegen. Internetpräsenz optimieren.
  7. Was waren die größten Hürden in Ihrer Gründung ?
    Keine bekannt.
  8. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Gründung ?
    Ausbau meines Netzwerkes.
  9. Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen ?
    Nichts.
  10. Was ist Ihr wichtigster Tipp für Gründer ?
    Eine lange Vorlaufzeit einplanen.
  11. Welche Entwicklungen dürfen wir in Zukunft noch erwarten ?
    Integration von mehr Heilritualen in meine Hypnosystemischen Arbeit.
  12. Welche Frage wollten Sie als Gründer schon immer mal beantworten ?
    Keine

Vielen Dank für die Gründerstory von Phaidros Krugmann
und seinem Unternehmen Der Seelen Flüsterer in Heidelberg

Kontakt
Phaidros Krugmann | 69121 Heidelberg
EMail: info@phaidros.org
Webseite: www.der-seelen-fluesterer.de
Unternehmen: Der Seelen Flüsterer • Phaidros Krugmann

Jede Gründung ist ein Geschichte für sich – erzählen Sie hier Ihre Gründerstory und helfen angehenden Gründern einen realistischeren Blick zu bekommen.

Schreib deine Geschichte

Robuste Geschäftsmodelle: Das A und O der Zukunftsfähigkeit von Gründungen

Nach der Gründung direkt in die Krise?

Robuste Geschäftsmodelle:
Das A und O der Zukunftsfähigkeit von Gründungen

Wir beobachten bei unserer Arbeit häufig, dass Unternehmen(er) sich bereits in der Vorgründungsphase als auch in der Gründung selbst zu wenig mit der künftigen strategischen Ausrichtung ihres Unternehmens auseinandersetzen. Die Folge ist ein Scheitern des Gründungsvorhabens bereits in den ersten Jahren nach der Gründung. Hier scheitern statistisch etwa 50% aller Unternehmensgründungen, in den kommenden 2 bis 5 Jahren noch einmal 50% der verbliebenen, die sich bis zum Ablauf von 10 Jahren nach der Unternehmensgründung wiederum halbieren. Langfristig bleiben also weniger als 15% aller neugegründeten Unternehmen längerfristig am Markt.
Das trifft ebenso für komplette Neugründungen, als auch für Übernahmen bereits etablierter Unternehmen (Nachfolgeregelungen, MBO, MBI, etc.) zu.

Die Ursachen: In erster Linie Finanzierungsmängel, ungenügende Basisanalysen und strategisch-kaufmännische Defizite der Gründer. Sicher sind auch globale Wirtschaftskrisen immer wieder Auslöser für ein Scheitern, sehr viel öfter muss man jedoch erkennen, dass der Unternehmer selbst, bzw. sein Geschäftsmodell zur Krisenursache geworden ist. Wie also vorgehen und worauf ist zu achten?

Echter, dauerhafter Nutzen oder nur der Glaube daran?

Viele zukünftige Unternehmer gehen von anderen Bedürfnissen aus als ihre Kunden. Nicht immer sind unternehmerische Vorhaben durch konkrete Bedarfe einer Zielgruppe motiviert, sondern manchmal nur durch den Glauben an solche. Sinn und Zweck einer jeden Unternehmung ist es jedoch, Nutzen für seine Zielgruppe (Kunden) zu stiften. Bleibt dieser aus, ist er für diese nicht klar erkennbar, besteht er nur temporär oder nur für wenige einzelne Kunden, ist nicht von einem robusten Geschäftsmodell und von einer langen Erfolgsgeschichte auszugehen. Weiterhin ist es erforderlich, sich klar und deutlich von einem bestehenden Wettbewerb abzugrenzen. Die Entwicklung von sogenannten Alleinstellungsmerkmalen (USP) ist essenziell für die Krisensicherheit eines Geschäftsmodells.

Chancen und Stärken nutzen

Sind Sie sich ihrer Chancen und Stärken als künftiger Unternehmer(in) richtig bewusst oder handeln Sie aus anderen Motiven? Aus Gründen wie dem ungeplanten Verlust einer Festanstellung, aus Trotz (Ich kann es selbst viel besser…) oder der Trennung aus einer Partnerschaft. Mit Hilfe geeigneter Werkzeuge (Szenarioanalysen) und Moderationstechniken lassen sich Stärken – emotionslos – zu Chancen entwickeln, herausarbeiten und effektiv in das Geschäftsmodell einbringen. Aus solchen Chancen werden sehr viel besser, sichere und vor allem nachhaltige Alleinstellungsmerkmale entwickelt, die dem Unternehmen Grundauslastung und permanente Nachfrage sichern. Die Konzentration auf die tatsächlichen Kundenwünsche eröffnet Chancen, multipliziert die Möglichkeiten des Unternehmens und schafft Basisvoraussetzungen für ein robustes und wirksames Geschäftsmodell.

Welchen Zielen sollte man folgen?

Der nächste Schritt der Entwicklung eines stabilen Geschäftsmodells ist es, diese Chancen zu bewerten. Maßstab ist dabei der Gesamtnutzen des Modells. Es gilt, jenen Chancen genügend Raum zu geben, die den höchsten für alle an diesem Modell Beteiligten Nutzen bietet. Sobald Interessen Einzelner (Kunden, Unternehmer, Kapitalgeber, Mitarbeiter, Lieferanten) unterliegen, ist der Gesamterfolg nur von kurzer Dauer.

Sobald der Plan für das optimale Geschäftsmodell steht, gilt es, bei allen Beteiligten für den Zeitraum nach der Umsetzung für Unterstützung zu werben. Aus diesem Prozess sind ggfs. Richtungskorrekturen bei der Feinplanung zu berücksichtigen. Es gilt der Grundsatz, dass das Modell am erfolgreichsten bestehen wird, welches den größten Zuspruch aller Interessenten erfährt.

Übrigens: Sie können es nicht Allen recht machen. Schneiden Sie sich Ihre Zielgruppe so zu, dass ihre Stärken zu Ihren Kunden passen, so passt der Kundenwunsch zu ihrem Wunschkunden.

4-Phasen-Modell

Der gesamte Ablauf zur Optimierung auf Krisenfestigkeit eines Geschäftsmodells gliedert sich in 4 Phasen:

Phase 1:

Chancen erkennen durch das Suchen nach den ganz individuellen Potentialen und Stärken des Vorhabens. Zu finden sind diese Chancen in den Abweichungen zwischen üblichen Angeboten und den tatsächlichen Bedürfnissen der Kundenzielgruppe. Wenn Kunden also nicht das bekommen, was sie haben wollen oder unbedingt gebrauchen.

Phase 2:

Chancen bewerten im Hinblick auf die möglichen Erfolgsaussichten im Kontext der aktuel-len Unternehmenssituation. Szenario-Analysen, also die Beurteilung kurz- und mittelfristiger externer und interner Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell erleichtern und unterstützen die Bewertung.

Phase 3:

Chancen entwickeln durch Erzeugung und Einwerbung von möglichst viel Unterstützung und Begeisterung für das geänderte Geschäftsmodell bei allen Beteiligten. Die Erfolgsaussichten der Umsetzung eines effektiven Geschäftsmodells sind dort am größten, wo es die meiste Unterstützung von außen (Kunden, Partner, Geldgeber, etc.) gibt.

Phase 4:

Chancen realisieren durch die Umsetzung des Geschäftsmodells, der Implementierung eines dazu passenden Marketingkonzeptes sowie einem Controllinginstrument zur Absicherung der erreichten Ergebnisse. So wird eine nachhaltige Wertschöpfung für alle Beteiligten erreicht.

Fazit:
Krisenfeste und erfolgreiche Geschäftsmodelle kommen also nicht von ungefähr, sondern können systematisch durch die Ausnutzung vorhandener (verdeckter) Chancen entwickelt werden. Dabei sollte man sich etwas weniger von dem eigenen, in der Gründung oft euphorischen Glauben an den Nutzen seines Produktes tragen lassen, sondern vielmehr von der richtigen Strategie und der professionellen Vorbereitung seines Vorhabens. Gründungsberater und öffentliche Förderprogramme unter-stützen Sie bei Ihrer Gründung und bei systematischer und konsequenter Vorgehensweise wird Erfolg ein Stück planbar.

Gründerstory von Tabea Rückauer

Existenzgründer Helfer im Gespräch mit Gründerin Tabea Rückauer aus Freiburg.

Gründerstory von Tabea Rückauer

Ihre persönliche Gründerstory erzählte uns Tabea Rückauer aus Freiburg.

  1. Woher kam die Idee zur Gründung und wer hat Sie inspiriert ?
    Die Idee, Hunde zu frisieren, schlummerte schon seit 15 Jahren in mir, in denen ich meinen eigenen Hund regelmäßig vom schweren Behang befreite.
    Wirklich inspiriert – und den Gedanken zur Tat treiben lassen – hat mich mein Urlaub in meiner zweiten Heimat, in der ich den vernachlässigten Hunden das verfilzte und verflohte Fell entfernte. Meine dortige Freundin wies mich, wie jedes Mal wenn wir uns sehen, darauf hin, dass ich eigentlich mit Tieren arbeiten müsste. Als zweites Standbein und Ausgleich zu meinem Hauptberuf gefiel mir die Idee immer besser.
  2. Wer hat Ihnen bei der Gründung geholfen ?
    Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb gestaltete sich als relativ schwierig, da es keine gesetzlich geregelten Vorschriften für diesen Beruf gibt.
    Eine ausführliche Aufklärung erhielt ich glücklicherweise dann von Klaus Schaumberger, auf den ich bei meiner Suche im Internet gestoßen bin. In diesem Gespräch konnte ich meine Zielsetzung genauer definieren und so zum passenden Betrieb finden.
    Die Gründung selber lief dann nebenbei; genügend Informationen erhielten wir in der Ausbildung und ebenfalls von Klaus Schaumberger.
  3. Welches Problem lösen Sie für Ihre Kunden oder welchen Mehrwert bieten Sie mit Ihren Produkten/ Leistungen ?
    Meine Kunden sind mit ihren Hunden bei mir willkommen, egal in welchem Pflegezustand sich der Hund befindet.
    Die Hunde erhalten den Schnitt, den sich der Kunde wünscht und den die Gegebenheiten des Fells zulassen. Schneiden, Scheren, Trimmen und diverse Gesundheitsleistungen wie z.B. Krallen schneiden können durchgeführt werden.
    Zusätzlich können Beratungsgespräche bezüglich Gesundheit und Ernährung stattfinden. Beratungen bei z.B. Fell- und Hautproblemen sind selbstverständlich.
  4. Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen ?
    Meine Kunden dürfen sich über eine besondere Spannbreite an Leistungen erfreuen – der Hund wird nicht nur frisiert, es wird auch ein kleiner Gesundheitscheck der Augen, Zähne, Ohren, Krallen durchgeführt.
    Beratung und sinnvolle Pflegeprodukte bzw. Nahrungsergänzungsmittel sind direkt über mich zu beziehen. Damit spart sich der Kunde zusätzliche Wege bzw. Bestellungen.
  5. Wie haben Sie Ihre Gründung finanziert ?
    Paradoxerweise konnte die Gründung und die Anschaffung der nötigen Ausstattung durch eine Schmerzensgeldzahlung beglichen werden, die ich vor wenigen Jahren aufgrund eines Hundebisses erhielt. Glücklicherweise verheilte meine rechte Hand besser als erwartet, die Funktion ist unerwarteterweise wieder vorhanden. So kann ich nun dank des Hundebisses mit Hunden arbeiten.
  6. Was waren die wichtigsten Schritte in Ihrer Gründung ?
    1. Der Plan, die Zielsetzung
    2. Die Ausbildung
    3. Die Räumlichkeiten
    4. Parallel zu 2 und 3 Werbung/Marketing
    5. Geduld, Mut, Einsatz
  7. Was waren die größten Hürden in Ihrer Gründung ?
    1. Suche nach geeigneten Räumlichkeiten
    2. Distanz zur Ausbildungsstätte
    3. Zeiteinteilung parallel zum Hauptberuf und Familie
  8. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Gründung ?
    Einen sicheren und rentablen Nebenverdienst, eine Steigerung in diesem und Reduktion im anderen Beruf halte ich mir noch offen 😉
  9. Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen ?
    Die Frage kann ich vielleicht in ein paar Jahren besser beantworten 😉
  10. Was ist Ihr wichtigster Tipp für Gründer ?
    Preiskalkulation und Business-Plan als Grundlage. Und dann – einfach loslegen !
  11. Welche Entwicklungen dürfen wir in Zukunft noch erwarten ?
    Darauf bin ich auch gespannt 😉
    Vorerst muss sich mein Laden etablieren, so wie ich mich kenne, werde ich mich und somit auch mein Geschäft weiterentwickeln.


Vielen Dank für die Gründerstory von Tabea Rückauer
und Ihrem Unternehmen Hundefriseur in Freiburg

Kontakt
Tabea Rückauer | 79227 Schallstadt
EMail: tabee85@hotmail.com
Webseite: Hundefriseur Freiburg
Unternehmen: Hundefriseur Freiburg – Tabea Rückauer

Jede Gründung ist ein Geschichte für sich – erzählen Sie hier Ihre Gründerstory und helfen angehenden Gründern einen realistischeren Blick zu bekommen.

Schreib deine Geschichte

Die 7 häufigsten Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie

Die sieben häufigsten Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie – „Wer nichts wird, wird Wirt.“

Dieser Spruch ist im Volksmund verankert, aber im Gegensatz zu vielen Volksweisheiten falsch. Kaum ein Beruf erfordert so viele unterschiedliche Fähigkeiten wie der des Gastronomen. Er ist Architekt, Finanzexperte, Handwerker, Koch, Lebensmittelexperte, Getränkespezialist, Rechtsexperte, Buchhalter, Psychotherapeut für seine Gäste, Führungskraft, Entertainer und vieles mehr zugleich. Und die Anforderungen werden immer mehr. Gesetzliche Vorschriften wachsen ebenso wie die Erwartungen der Gäste.

Die Gründung oder Übernahme eines gastronomischen Betriebs erfordert eine gründliche Vorbereitung. Am besten in Begleitung durch einen erfahrenen Experten, dessen Rat durch das Gründercoaching gefördert wird. Ein solcher Fachmann weiß, dass es sieben Kardinalfehler bei der Gründung oder Übernahme eines Gastronomiebetriebes gibt:

7 Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie

Die 7 häufigsten Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie

  1. Die Investitionen werden unterschätzt.

Eine sorgfältige Investitionsplanung, die von der Kücheneinrichtung bis zum Kaffeelöffel oft tausende Positionen umfasst, ist ein Muss. Oft stellt sich in der hektischen Voreröffnungsphase oder gar erst im laufenden Betrieb heraus, was alles vergessen wurde. Die Nachfinanzierung ist dann um, so schwieriger und von keiner Bank gerne gesehen. Umgekehrt versuchen Gastronomieausstatter, unerfahrenen Gründern aber auch überteuerte Einrichtungskonzepte und Inventargegenstände zu verkaufen.

  1. Finanzierungsfehler gefährden die Wirtschaftlichkeit

Entgegen allen Unkenrufen sind Gastronomiebetriebe nach wie vor finanzierbar. Eine gründliche Planung ist aber Bedingung wie eine solide Grundlage durch ausreichendes Eigenkapital. Auch hier können staatliche Förderprogramme helfen. Lieferantendarlehen, z.B. durch Brauereien, sind beliebt, aber nicht immer sinnvoll. Experten können Ihnen sagen, wann und warum solche Finanzierungsmittel Sinn machen. Die notwendigen Unterlagen zu ihrer Beantragung erstellen sie auch.

  1. Die Pacht ist zu hoch

Die meisten gastronomischen Betriebe befinden sich nicht in der eigenen Immobilie, sondern sind gepachtet. Pachtverträge enthalten zahlreiche Fallstricke. Pachten können oft nicht erwirtschaftet werden. Nicht zuletzt deshalb rutschen so viele gastronomische Betriebe trotz scheinbar guter Umsätze in die Verlustzone. Was erwirtschaftet werden kann, kann errechnet werden. Ziehen Sie einen Fachmann bei den Verhandlungen mit dem Verpächter hinzu.

  1. Die Anlaufphase wird unterschätzt

Kein gastronomischer Betrieb wird von Anfang an rund laufen. Bis Stammgäste gewonnen, Küchenrezepturen ausgefeilt, Servicefunktionen optimiert, die Mitarbeiter trainiert sind, vergeht einige Zeit. Ein optimales Betriebsergebnis kann sich da noch nicht einstellen. Das muss einkalkuliert werden.

  1. Der Markt wird überschätzt

Klar, dass ein Existenzgründer in der Gastronomie von sich und seinen Leistungen überzeugt ist. Aber Gäste werden immer kritischer und der Wettbewerb immer härter. In Zeiten stagnierender, wenn nicht gar sinkender Reallöhne wird der Euro zweimal umgedreht, bevor er in der Kasse des Wirts landet. Denn Gastronomieausgaben sind nicht unbedingt notwendig, sondern in der Regel Vergnügen. Und der etablierte Wettbewerb schläft nicht, wenn ein neuer Anbieter auf den Markt kommt. Beobachten Sie daher den Wettbewerb sehr kritisch, auch selbstkritisch. Auch seine Preispolitik. Und überlegen Sie, welche Alleinstellungsmerkmale Sie bieten können, um sich von Ihren Konkurrenten abzusetzen. Das muss nicht auf Speisen und Getränke beschränkt bleiben. Ihre Gäste suchen das Erlebnis, denn nur Essen und Trinken können sie in der Regel auch zu Hause.

  1. Die Kalkulation wird vernachlässigt.

Zur Marktbeobachtung gehört natürlich auch, die Preise der Wettbewerber zu studieren. Aber diese nur um ein paar Cent zu unterbieten, ersetzt keine seriöse kaufmännische Kalkulation. Ihre Kosten im Wareneinkauf und der Verarbeitung, die Personalkosten, die Betriebskosten inklusive der steigenden Energiepreise, Pacht und Verwaltungskosten, nicht zuletzt Ihr angestrebter Gewinn zur Deckung Ihres Bedarfs und Ihres unternehmerischen Risikos müssen erwirtschaftet werden. Dies funktioniert nur durch genaue Kalkulation des gesamten Angebots. Und wenn die so ermittelten Verkaufspreise dann oberhalb der des Wettbewerbers liegen, zahlt sich die Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen (siehe vorheriger Abschnitt) aus. Die auch darin liegen können, dass Sie Ihre Produkte anders variieren, mehr Erlebnisse bieten. Denn wie in der Autobranche ist auch in der Gastronomie nicht immer der Anbieter erfolgreich, der die niedrigsten Preise bietet, sondern der Kundenbedürfnisse am besten zu befriedigen vermag.

  1. Last not least – bei der Eröffnungswerbung nicht sparen

Sie können noch so tolle Leistungen und Erlebnisse anbieten: Es muss am Markt bekannt werden. Und der Anfang ist da bekanntlich am schwersten. Also planen Sie eine professionelle Eröffnungskampagne inklusive der erforderlichen Finanzmittel ein, damit die Anlaufphase leichter fällt. Nichts ist peinlicher und demotivierender, in den ersten Betriebstagen vor leeren Tischen zu stehen. Machen Sie Ihre zukünftigen Gäste neugierig auf das, was Sie bieten. Nicht nur durch Kennenlern-Angebote, sondern auch durch Maßnahmen der Stammkundenbindung, die Sie gleich zu Anfang einplanen müssen.

Wenn Sie alle diese Erfolgsfaktoren beherzigen, haben Sie wichtige Grundlagen für Ihren Erfolg als Gastronom gelegt. Ein guter Gründercoach macht sich daher allemal bezahlt.

Weitere Informationen sowie eine ausführliche Checkliste für die Existenzgründung in der Gastronomie finden Sie bei der Handelskammer Hamburg – Existenzgründung Gastronomie

 


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