Gründungsförderung gehört zur Existenz- gründerberatung

Menschen mit Ideen in die Selbständigkeit zu begleiten. Das ist Ziel der
Existenzgründer-Helfer.
Wir helfen Ihnen und unterstützen Sie damit ihre Existenzgründung erfolgreich wird und bleibt.

Professionelle Hilfe für Existenzgründer, vor und nach der Gründung.

Beratungshotline Existenzgründer Helfer

10 Fragen – Antworten

10 Fragen und Antworten zu Themen der Existenzgründung

Schreib deine Geschichte

Schreib deine Gründergeschichte

Newsletter abonnieren

Artikel Kategorien

Gründerwissen Archiv

Robuste Geschäftsmodelle: Das A und O der Zukunftsfähigkeit von Gründungen

Nach der Gründung direkt in die Krise?

Robuste Geschäftsmodelle:
Das A und O der Zukunftsfähigkeit von Gründungen

Wir beobachten bei unserer Arbeit häufig, dass Unternehmen(er) sich bereits in der Vorgründungsphase als auch in der Gründung selbst zu wenig mit der künftigen strategischen Ausrichtung ihres Unternehmens auseinandersetzen. Die Folge ist ein Scheitern des Gründungsvorhabens bereits in den ersten Jahren nach der Gründung. Hier scheitern statistisch etwa 50% aller Unternehmensgründungen, in den kommenden 2 bis 5 Jahren noch einmal 50% der verbliebenen, die sich bis zum Ablauf von 10 Jahren nach der Unternehmensgründung wiederum halbieren. Langfristig bleiben also weniger als 15% aller neugegründeten Unternehmen längerfristig am Markt.
Das trifft ebenso für komplette Neugründungen, als auch für Übernahmen bereits etablierter Unternehmen (Nachfolgeregelungen, MBO, MBI, etc.) zu.

Die Ursachen: In erster Linie Finanzierungsmängel, ungenügende Basisanalysen und strategisch-kaufmännische Defizite der Gründer. Sicher sind auch globale Wirtschaftskrisen immer wieder Auslöser für ein Scheitern, sehr viel öfter muss man jedoch erkennen, dass der Unternehmer selbst, bzw. sein Geschäftsmodell zur Krisenursache geworden ist. Wie also vorgehen und worauf ist zu achten?

Echter, dauerhafter Nutzen oder nur der Glaube daran?

Viele zukünftige Unternehmer gehen von anderen Bedürfnissen aus als ihre Kunden. Nicht immer sind unternehmerische Vorhaben durch konkrete Bedarfe einer Zielgruppe motiviert, sondern manchmal nur durch den Glauben an solche. Sinn und Zweck einer jeden Unternehmung ist es jedoch, Nutzen für seine Zielgruppe (Kunden) zu stiften. Bleibt dieser aus, ist er für diese nicht klar erkennbar, besteht er nur temporär oder nur für wenige einzelne Kunden, ist nicht von einem robusten Geschäftsmodell und von einer langen Erfolgsgeschichte auszugehen. Weiterhin ist es erforderlich, sich klar und deutlich von einem bestehenden Wettbewerb abzugrenzen. Die Entwicklung von sogenannten Alleinstellungsmerkmalen (USP) ist essenziell für die Krisensicherheit eines Geschäftsmodells.

Chancen und Stärken nutzen

Sind Sie sich ihrer Chancen und Stärken als künftiger Unternehmer(in) richtig bewusst oder handeln Sie aus anderen Motiven? Aus Gründen wie dem ungeplanten Verlust einer Festanstellung, aus Trotz (Ich kann es selbst viel besser…) oder der Trennung aus einer Partnerschaft. Mit Hilfe geeigneter Werkzeuge (Szenarioanalysen) und Moderationstechniken lassen sich Stärken – emotionslos – zu Chancen entwickeln, herausarbeiten und effektiv in das Geschäftsmodell einbringen. Aus solchen Chancen werden sehr viel besser, sichere und vor allem nachhaltige Alleinstellungsmerkmale entwickelt, die dem Unternehmen Grundauslastung und permanente Nachfrage sichern. Die Konzentration auf die tatsächlichen Kundenwünsche eröffnet Chancen, multipliziert die Möglichkeiten des Unternehmens und schafft Basisvoraussetzungen für ein robustes und wirksames Geschäftsmodell.

Welchen Zielen sollte man folgen?

Der nächste Schritt der Entwicklung eines stabilen Geschäftsmodells ist es, diese Chancen zu bewerten. Maßstab ist dabei der Gesamtnutzen des Modells. Es gilt, jenen Chancen genügend Raum zu geben, die den höchsten für alle an diesem Modell Beteiligten Nutzen bietet. Sobald Interessen Einzelner (Kunden, Unternehmer, Kapitalgeber, Mitarbeiter, Lieferanten) unterliegen, ist der Gesamterfolg nur von kurzer Dauer.

Sobald der Plan für das optimale Geschäftsmodell steht, gilt es, bei allen Beteiligten für den Zeitraum nach der Umsetzung für Unterstützung zu werben. Aus diesem Prozess sind ggfs. Richtungskorrekturen bei der Feinplanung zu berücksichtigen. Es gilt der Grundsatz, dass das Modell am erfolgreichsten bestehen wird, welches den größten Zuspruch aller Interessenten erfährt.

Übrigens: Sie können es nicht Allen recht machen. Schneiden Sie sich Ihre Zielgruppe so zu, dass ihre Stärken zu Ihren Kunden passen, so passt der Kundenwunsch zu ihrem Wunschkunden.

4-Phasen-Modell

Der gesamte Ablauf zur Optimierung auf Krisenfestigkeit eines Geschäftsmodells gliedert sich in 4 Phasen:

Phase 1:

Chancen erkennen durch das Suchen nach den ganz individuellen Potentialen und Stärken des Vorhabens. Zu finden sind diese Chancen in den Abweichungen zwischen üblichen Angeboten und den tatsächlichen Bedürfnissen der Kundenzielgruppe. Wenn Kunden also nicht das bekommen, was sie haben wollen oder unbedingt gebrauchen.

Phase 2:

Chancen bewerten im Hinblick auf die möglichen Erfolgsaussichten im Kontext der aktuel-len Unternehmenssituation. Szenario-Analysen, also die Beurteilung kurz- und mittelfristiger externer und interner Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell erleichtern und unterstützen die Bewertung.

Phase 3:

Chancen entwickeln durch Erzeugung und Einwerbung von möglichst viel Unterstützung und Begeisterung für das geänderte Geschäftsmodell bei allen Beteiligten. Die Erfolgsaussichten der Umsetzung eines effektiven Geschäftsmodells sind dort am größten, wo es die meiste Unterstützung von außen (Kunden, Partner, Geldgeber, etc.) gibt.

Phase 4:

Chancen realisieren durch die Umsetzung des Geschäftsmodells, der Implementierung eines dazu passenden Marketingkonzeptes sowie einem Controllinginstrument zur Absicherung der erreichten Ergebnisse. So wird eine nachhaltige Wertschöpfung für alle Beteiligten erreicht.

Fazit:
Krisenfeste und erfolgreiche Geschäftsmodelle kommen also nicht von ungefähr, sondern können systematisch durch die Ausnutzung vorhandener (verdeckter) Chancen entwickelt werden. Dabei sollte man sich etwas weniger von dem eigenen, in der Gründung oft euphorischen Glauben an den Nutzen seines Produktes tragen lassen, sondern vielmehr von der richtigen Strategie und der professionellen Vorbereitung seines Vorhabens. Gründungsberater und öffentliche Förderprogramme unter-stützen Sie bei Ihrer Gründung und bei systematischer und konsequenter Vorgehensweise wird Erfolg ein Stück planbar.

Gründerstory von Tabea Rückauer

Existenzgründer Helfer im Gespräch mit Gründerin Tabea Rückauer aus Freiburg.

Gründerstory von Tabea Rückauer

Ihre persönliche Gründerstory erzählte uns Tabea Rückauer aus Freiburg.

  1. Woher kam die Idee zur Gründung und wer hat Sie inspiriert ?
    Die Idee, Hunde zu frisieren, schlummerte schon seit 15 Jahren in mir, in denen ich meinen eigenen Hund regelmäßig vom schweren Behang befreite.
    Wirklich inspiriert – und den Gedanken zur Tat treiben lassen – hat mich mein Urlaub in meiner zweiten Heimat, in der ich den vernachlässigten Hunden das verfilzte und verflohte Fell entfernte. Meine dortige Freundin wies mich, wie jedes Mal wenn wir uns sehen, darauf hin, dass ich eigentlich mit Tieren arbeiten müsste. Als zweites Standbein und Ausgleich zu meinem Hauptberuf gefiel mir die Idee immer besser.
  2. Wer hat Ihnen bei der Gründung geholfen ?
    Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb gestaltete sich als relativ schwierig, da es keine gesetzlich geregelten Vorschriften für diesen Beruf gibt.
    Eine ausführliche Aufklärung erhielt ich glücklicherweise dann von Klaus Schaumberger, auf den ich bei meiner Suche im Internet gestoßen bin. In diesem Gespräch konnte ich meine Zielsetzung genauer definieren und so zum passenden Betrieb finden.
    Die Gründung selber lief dann nebenbei; genügend Informationen erhielten wir in der Ausbildung und ebenfalls von Klaus Schaumberger.
  3. Welches Problem lösen Sie für Ihre Kunden oder welchen Mehrwert bieten Sie mit Ihren Produkten/ Leistungen ?
    Meine Kunden sind mit ihren Hunden bei mir willkommen, egal in welchem Pflegezustand sich der Hund befindet.
    Die Hunde erhalten den Schnitt, den sich der Kunde wünscht und den die Gegebenheiten des Fells zulassen. Schneiden, Scheren, Trimmen und diverse Gesundheitsleistungen wie z.B. Krallen schneiden können durchgeführt werden.
    Zusätzlich können Beratungsgespräche bezüglich Gesundheit und Ernährung stattfinden. Beratungen bei z.B. Fell- und Hautproblemen sind selbstverständlich.
  4. Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen ?
    Meine Kunden dürfen sich über eine besondere Spannbreite an Leistungen erfreuen – der Hund wird nicht nur frisiert, es wird auch ein kleiner Gesundheitscheck der Augen, Zähne, Ohren, Krallen durchgeführt.
    Beratung und sinnvolle Pflegeprodukte bzw. Nahrungsergänzungsmittel sind direkt über mich zu beziehen. Damit spart sich der Kunde zusätzliche Wege bzw. Bestellungen.
  5. Wie haben Sie Ihre Gründung finanziert ?
    Paradoxerweise konnte die Gründung und die Anschaffung der nötigen Ausstattung durch eine Schmerzensgeldzahlung beglichen werden, die ich vor wenigen Jahren aufgrund eines Hundebisses erhielt. Glücklicherweise verheilte meine rechte Hand besser als erwartet, die Funktion ist unerwarteterweise wieder vorhanden. So kann ich nun dank des Hundebisses mit Hunden arbeiten.
  6. Was waren die wichtigsten Schritte in Ihrer Gründung ?
    1. Der Plan, die Zielsetzung
    2. Die Ausbildung
    3. Die Räumlichkeiten
    4. Parallel zu 2 und 3 Werbung/Marketing
    5. Geduld, Mut, Einsatz
  7. Was waren die größten Hürden in Ihrer Gründung ?
    1. Suche nach geeigneten Räumlichkeiten
    2. Distanz zur Ausbildungsstätte
    3. Zeiteinteilung parallel zum Hauptberuf und Familie
  8. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Gründung ?
    Einen sicheren und rentablen Nebenverdienst, eine Steigerung in diesem und Reduktion im anderen Beruf halte ich mir noch offen ;-)
  9. Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen ?
    Die Frage kann ich vielleicht in ein paar Jahren besser beantworten ;-)
  10. Was ist Ihr wichtigster Tipp für Gründer ?
    Preiskalkulation und Business-Plan als Grundlage. Und dann – einfach loslegen !
  11. Welche Entwicklungen dürfen wir in Zukunft noch erwarten ?
    Darauf bin ich auch gespannt ;-)
    Vorerst muss sich mein Laden etablieren, so wie ich mich kenne, werde ich mich und somit auch mein Geschäft weiterentwickeln.


Vielen Dank für die Gründerstory von Tabea Rückauer
und Ihrem Unternehmen Hundefriseur in Freiburg

Kontakt
Tabea Rückauer | 79227 Schallstadt
EMail: tabee85@hotmail.com
Webseite: Hundefriseur Freiburg
Unternehmen: Hundefriseur Freiburg – Tabea Rückauer

Jede Gründung ist ein Geschichte für sich – erzählen Sie hier Ihre Gründerstory und helfen angehenden Gründern einen realistischeren Blick zu bekommen.

Schreib deine Geschichte

Die 7 häufigsten Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie

Die sieben häufigsten Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie – „Wer nichts wird, wird Wirt.“

Dieser Spruch ist im Volksmund verankert, aber im Gegensatz zu vielen Volksweisheiten falsch. Kaum ein Beruf erfordert so viele unterschiedliche Fähigkeiten wie der des Gastronomen. Er ist Architekt, Finanzexperte, Handwerker, Koch, Lebensmittelexperte, Getränkespezialist, Rechtsexperte, Buchhalter, Psychotherapeut für seine Gäste, Führungskraft, Entertainer und vieles mehr zugleich. Und die Anforderungen werden immer mehr. Gesetzliche Vorschriften wachsen ebenso wie die Erwartungen der Gäste.

Die Gründung oder Übernahme eines gastronomischen Betriebs erfordert eine gründliche Vorbereitung. Am besten in Begleitung durch einen erfahrenen Experten, dessen Rat durch das Gründercoaching gefördert wird. Ein solcher Fachmann weiß, dass es sieben Kardinalfehler bei der Gründung oder Übernahme eines Gastronomiebetriebes gibt:

7 Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie

Die 7 häufigsten Fehler bei Existenzgründungen in der Gastronomie

  1. Die Investitionen werden unterschätzt.

Eine sorgfältige Investitionsplanung, die von der Kücheneinrichtung bis zum Kaffeelöffel oft tausende Positionen umfasst, ist ein Muss. Oft stellt sich in der hektischen Voreröffnungsphase oder gar erst im laufenden Betrieb heraus, was alles vergessen wurde. Die Nachfinanzierung ist dann um, so schwieriger und von keiner Bank gerne gesehen. Umgekehrt versuchen Gastronomieausstatter, unerfahrenen Gründern aber auch überteuerte Einrichtungskonzepte und Inventargegenstände zu verkaufen.

  1. Finanzierungsfehler gefährden die Wirtschaftlichkeit

Entgegen allen Unkenrufen sind Gastronomiebetriebe nach wie vor finanzierbar. Eine gründliche Planung ist aber Bedingung wie eine solide Grundlage durch ausreichendes Eigenkapital. Auch hier können staatliche Förderprogramme helfen. Lieferantendarlehen, z.B. durch Brauereien, sind beliebt, aber nicht immer sinnvoll. Experten können Ihnen sagen, wann und warum solche Finanzierungsmittel Sinn machen. Die notwendigen Unterlagen zu ihrer Beantragung erstellen sie auch.

  1. Die Pacht ist zu hoch

Die meisten gastronomischen Betriebe befinden sich nicht in der eigenen Immobilie, sondern sind gepachtet. Pachtverträge enthalten zahlreiche Fallstricke. Pachten können oft nicht erwirtschaftet werden. Nicht zuletzt deshalb rutschen so viele gastronomische Betriebe trotz scheinbar guter Umsätze in die Verlustzone. Was erwirtschaftet werden kann, kann errechnet werden. Ziehen Sie einen Fachmann bei den Verhandlungen mit dem Verpächter hinzu.

  1. Die Anlaufphase wird unterschätzt

Kein gastronomischer Betrieb wird von Anfang an rund laufen. Bis Stammgäste gewonnen, Küchenrezepturen ausgefeilt, Servicefunktionen optimiert, die Mitarbeiter trainiert sind, vergeht einige Zeit. Ein optimales Betriebsergebnis kann sich da noch nicht einstellen. Das muss einkalkuliert werden.

  1. Der Markt wird überschätzt

Klar, dass ein Existenzgründer in der Gastronomie von sich und seinen Leistungen überzeugt ist. Aber Gäste werden immer kritischer und der Wettbewerb immer härter. In Zeiten stagnierender, wenn nicht gar sinkender Reallöhne wird der Euro zweimal umgedreht, bevor er in der Kasse des Wirts landet. Denn Gastronomieausgaben sind nicht unbedingt notwendig, sondern in der Regel Vergnügen. Und der etablierte Wettbewerb schläft nicht, wenn ein neuer Anbieter auf den Markt kommt. Beobachten Sie daher den Wettbewerb sehr kritisch, auch selbstkritisch. Auch seine Preispolitik. Und überlegen Sie, welche Alleinstellungsmerkmale Sie bieten können, um sich von Ihren Konkurrenten abzusetzen. Das muss nicht auf Speisen und Getränke beschränkt bleiben. Ihre Gäste suchen das Erlebnis, denn nur Essen und Trinken können sie in der Regel auch zu Hause.

  1. Die Kalkulation wird vernachlässigt.

Zur Marktbeobachtung gehört natürlich auch, die Preise der Wettbewerber zu studieren. Aber diese nur um ein paar Cent zu unterbieten, ersetzt keine seriöse kaufmännische Kalkulation. Ihre Kosten im Wareneinkauf und der Verarbeitung, die Personalkosten, die Betriebskosten inklusive der steigenden Energiepreise, Pacht und Verwaltungskosten, nicht zuletzt Ihr angestrebter Gewinn zur Deckung Ihres Bedarfs und Ihres unternehmerischen Risikos müssen erwirtschaftet werden. Dies funktioniert nur durch genaue Kalkulation des gesamten Angebots. Und wenn die so ermittelten Verkaufspreise dann oberhalb der des Wettbewerbers liegen, zahlt sich die Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen (siehe vorheriger Abschnitt) aus. Die auch darin liegen können, dass Sie Ihre Produkte anders variieren, mehr Erlebnisse bieten. Denn wie in der Autobranche ist auch in der Gastronomie nicht immer der Anbieter erfolgreich, der die niedrigsten Preise bietet, sondern der Kundenbedürfnisse am besten zu befriedigen vermag.

  1. Last not least – bei der Eröffnungswerbung nicht sparen

Sie können noch so tolle Leistungen und Erlebnisse anbieten: Es muss am Markt bekannt werden. Und der Anfang ist da bekanntlich am schwersten. Also planen Sie eine professionelle Eröffnungskampagne inklusive der erforderlichen Finanzmittel ein, damit die Anlaufphase leichter fällt. Nichts ist peinlicher und demotivierender, in den ersten Betriebstagen vor leeren Tischen zu stehen. Machen Sie Ihre zukünftigen Gäste neugierig auf das, was Sie bieten. Nicht nur durch Kennenlern-Angebote, sondern auch durch Maßnahmen der Stammkundenbindung, die Sie gleich zu Anfang einplanen müssen.

Wenn Sie alle diese Erfolgsfaktoren beherzigen, haben Sie wichtige Grundlagen für Ihren Erfolg als Gastronom gelegt. Ein guter Gründercoach macht sich daher allemal bezahlt.

Weitere Informationen sowie eine ausführliche Checkliste für die Existenzgründung in der Gastronomie finden Sie bei der Handelskammer Hamburg – Existenzgründung Gastronomie

 


Hilfe für die Existenzgründung in der Gastronomie
Sie möchten ihre Existenzgründung in der Gastronomie optimal planen, umsetzen und Fehler verhindern – nutzen Sie unser bundesweites Beraternetzwerk !

Selbstständig machen im Nebenerwerb – Blick in die Statistik

Jährlich gründen in Deutschland mehr als 200.000 Menschen im Nebenerwerb. Ein Blick in die Statistik offenbart einige interessante Fakten im Thema – Selbstständig machen im Nebenerwerb.

Selbstständig machen im Nebenerwerb – Statistikdaten

Selbstständig machen im Nebenerwerb

  • mehr als die Hälfte (56% 2013) aller Existenzgründungen sind Gründungen im Nebenerwerb
  • nur 7% aller Gründer im Nebenerwerb wechseln innerhalb von 12 Monaten in den Vollerwerb
  • nur 10% der Nebenerwerbsgründer planen innerhalb der ersten 12 Monate den Wechsel in den Vollerwerb
  • jeder 2te Gründer der innerhalb der ersten 12 Monate in den Vollerwerb wechselt macht dies mit Mitarbeitern – die Mitarbeiterführung ist demnach nur im Vollerwerb zu leisten
  • 25% aller Nebenerwerbsgründer planen innerhalb von 36 Monaten den Wechsel in den Vollerwerb
  • der Anteil an weiblichen Gründern (mit der Rechtsform Einzelunternehmen) im Nebenerwerb liegt bei 43,2 % im deutlichen Gegensatz zu Vollerwerbsgründern bei denen der Frauenanteil nur bei 28,5% liegt
  • ein höherer Bildungsabschluss alleine begünstigt den Wechsel in den Vollerwerb nicht
  • Nichterwerbstätige sind in der Anzahl der Gründungen im Nebenerwerb überproportional stark vertreten
  • die Wahrscheinlichkeit in den Vollerwerb zu wechseln sinkt mit einer abhängigen Beschäftigung und steigt mit der Arbeitslosigkeit des Gründers
  • die Lockerung der Handwerksordnung 2004 hatte ebenfalls einen positiven Effekt auf die Gründung im Nebenerwerb
  • die meisten Gründungen im Nebenerwerb gab es mit 51.971 Gründungen in Nordrhein Westfalen
  • den stärksten Anstieg von Gründungen im Nebenerwerb gab es mit 3.861 mehr Gründungen als im Vorjahr in Bayern
  • den stärksten prozentualen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr gab es in Bremen mit 19,5% Steigung – allerdings gab es 2012 auch den größten Rückgang bundesweit mit 12,3% Minus
  • die meisten Unternehmensaufgaben im Nebenerwerb gab es mit 36.124 Gründungen ebenfalls in Nordrhein Westfalen

Quelle für diese Statistikdaten – Selbstständig machen im Nebenerwerb

Für mehr Informationen zum Thema Selbstständig machen im Nebenerwerb stehen ihnen grundsätzlich 4 Datenquellen zur Verfügung. Die Daten des KfW Gründungsmonitor, die Gründungsstatistik des IfM Bonn, das Mannheimer Unternehmenspanel (ehemals ZEW Gründungspanel) und der Mikrozensus.

BMWi Behördenwegweiser

Der BMWi Behördenwegweiser liefert die Antwort auf die Frage: “Wie finde ich die richtigen Behörden und Ämter?”. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – kurz BMWi hat zahlreiche Webseiten. Eine davon soll Existenzgründern helfen den richtigen Weg durch den Bürokratiedschungel zu finden. Wir zeigen euch hier die Funktionen und Anwendungsbeispiele für den BMWi Behördenwegweiser auf.

Der BMWi Behördenwegweiser

Zur Nutzung des Behördenwegweisers werden zu Beginn einige Daten abgefragt:

  • Staatsangehörigkeit:
    • Deutsch
    • EU Bürger
    • Nicht EU Bürger
  • Rechtsform des zu gründenden Unternehmens:
    • Einzelunternehmen
    • Gesellschaft bürgerlichen Rechts GbR
    • Offene Handelsgesellschaft OHG
    • Offene Handelsgesellschaft OHG
    • Partnergesellschaft PartG
    • Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH
    • Unternehmergesellschaft – haftungsbeschränkt (UG)
    • Aktiengesellschaft AG
  • Branche/Berufsbezeichnung:
    • Branche des zu gründenden Unternehmens
      • Einzelhandel 
        Infoauszug: ” Einzelhandelsunternehmen beschaffen Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), von anderen Marktteilnehmern (z.B. Großhändlern) und verkaufen diese an private Haushalte. Zu den Leistungen des Einzelhandels zählen u.a. der Warentransport, die Lagerhaltung und der Verkauf mit ggf. persönlicher Beratung. Zu den Betriebsformen bzw. Betriebstypen im Einzelhandel gehören insbesondere …
      • Freie Berufe
        Infoauszug:” Das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz definiert die Freien Berufe folgendermaßen: “Die Freien Berufe haben im allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt.” Letztlich ist eine freiberufliche Tätigkeit nicht eindeutig abgrenzbar, im Zweifelsfall entscheidet das Finanzamt, bei dem die oder der freiberuflich Tätige seine Steuernummer beantragt. Nicht jeder darf jeden Freien Beruf einfach ausüben. Eine ganze Reihe von freiberuflichen Tätigkeiten erfordern …. 
      • Handwerk
      • Erlaubnispflichtige Gewerbe
        Infoauszug: “Für die Ausübung der meisten Gewerbe ist in Deutschland keine besondere Erlaubnis erforderlich. Dennoch gibt es manche Tätigkeitsbereiche oder Branchen, in denen eine Gewerberlaubnis gefordert wird. Diese Erlaubnis muss bei der zuständigen Behörde beantragt werden (i.d.R. das örtlich zuständige Gewerbeamt). Die Erlaubnis ist an verschiedene, von der Gründerin oder vom Gründer zu erbringende Nachweise geknüpft. Für folgende Voraussetzungen können entsprechende Nachweise erforderlich sein:Die persönliche Zuverlässigkeit ist durch die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses und dem Auszug aus dem Gewerbezentralregister …….”
      • Großhandel
        Infoauszug: ” Großhandelsunternehmen beschaffen vom Hersteller oder anderen Lieferanten Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), sondern diese an Wiederverkäufer (Einzelhändler), Weiterverarbeiter, gewerbliche Verwender (z.B. Behörden, Bildungsstätten, Betriebe) oder an sonstige Institutionen (z.B. Kantinen oder Vereine) weiterverkaufen, vorausgesetzt es handelt sich nicht um private Haushalte. Die verschiedenen Betriebsformen des Großhandels unterscheiden sich vor allem durch das Sortiment, die Absatz- und Beschaffungsreichweite sowie die Dienstleistungs- und Logistikintensität. Betriebsformen des Großhandels sind z.B. der Sortimentsgroßhandel (breites, flaches Sortiment, z.B. Lebensmittel im Allgemeinen) oder ….
      • Sonstige Dienstleistungen
        Infoauszug: ” Es gibt ganz viele verschiedene Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich und dementsprechend viele Ausbildungen. Das reicht von einfachen, schnell zu erlernenden Tätigkeiten, bis zu hoch qualifizierten Dienstleistungen, für die man eine lange Ausbildung samt akademischem Abschluss braucht. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie mit Ihrem Unternehmen eine Dienstleistung ausüben? Als Dienstleistung bezeichnet man …. 
    • Berufsbezeichnung 
      • von A bis Z
      • durch Eingabe des Berufs – hierbei werden automatisch entsprechende Vorschläge gemacht
  • Postleitzahl (PLZ) des Unternehmensstandortes

Anwendungsbeispiel BMWi Behördenwegweiser

Eingabedaten BMWi Behördenwegweiser:

  • Staatsangehörigkeit: Deutsch
  • Rechtsform des Unternehmens: Einzelunternehmen
  • Branche/ Berufsbezeichnung: Marketingberater
  • Postleitzahl Unternehmensstandort: 26133 Oldenburg

Staatsangehörigkeit

Rechtsform des Unternehmens

Branche oder Berufsbezeichnung

Postleitzahl des Unternehmensstandortes

Ergebnis Behördenwegweiser:

  • Allgemeines
    Allgemeine Hinweise zu Freiberufliche Tätigkeit, Quellen und Links zu Informationen, Definition der Freien Berufe
  • Behörden – Infos und Links zu Finanzamt, Berufsgenossenschaft (Unfallversicherung), Kammern, Agentur für Arbeit, Besonderheiten bei Nebenerwerbsgründungen, Bauamt, Gesundheitsamt, Gewerbeaufsichtsamt, Sonstiges / Versorgung
  • Formulare – vom Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, Finanzamt Oldenburg, Bauamt und Denkmalschutz, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG), Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH
  • Kosten – für die Existenzgründung, den Notar, das Registergericht,
  • Steuern – Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Regelung für Kleinunternehmer
  • Versicherungen – Pflicht- und freiwillige Versicherungen für den Gründer, das Unternehmen, die Mitarbeiter
  • Gesetze – Handelsgesetzbuch, Kleinunternehmerfördergesetz, Weitere Gesetzte wie BGB, GmbH Gesetz, …
  • Beratung und Förderung – TGO Besitz GmbH & Co. KG, Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH – NBank, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG), Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH, RKW Niedersachsen, Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft, BWA, Bundesweite Gründerinnenagentur, Gemeinschaftsinitiative CHANGE, KfW Bankengruppe,
  • Adressen – Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, Agentur für Arbeit Oldenburg, Finanzamt Oldenburg (Oldenburg), Bauordnung und Denkmalschutz, Gesundheitsamt, TGO Besitz GmbH & Co. KG, Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH – NBank, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG), Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH, RKW Niedersachsen, Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft, BWA, Bundesweite Gründerinnenagentur, Gemeinschaftsinitiative CHANGE, KfW Bankengruppe,

Fazit zum BMWi Behördenwegweiser:

Der BMWi Behördenwegweiser bietet für Existenzgründer, aber auch für Jungunternehmer, nach einer Eingrenzung durch Staatsangehörigkeit, der Rechtsform, Branche oder Berufsbezeichnung und der Postleitzahl des Unternehmensstandortes zahlreiche regional definierte Informationen zur Orientierung.

Besonders auch die Funktionen der Formulare, der Ansprechpartner, der Verknüpfung zahlreicher Webseiten mit weiteren hilfreichen Informationen insgesamt bietet einen sehr guten Gesamtüberblick. Der Gründer kann sich so mit allen Aspekten der Existenzgründung vertraut machen.

Falls man überhaupt einen negativen Punkt finden möchte beim BMWi Behördenwegweiser, dann ist es die Fülle an Informationen die einige Gründer überfordern wird. Allerdings ist jede Existenzgründung für sich gesehen komplex.

Notfallkoffer für Unternehmer und Gründer

Der Notfallkoffer für Unternehmer und Gründer ! Als ich das erste mal davon gehört habe wusste ich genau wie viele Unternehmer und Gründer nicht genau was es damit auf sich hat und warum dieser Notfallkoffer für jeden Unternehmer und damit auch Gründer im Fall der Fälle extrem wichtig ist.

Notfallkoffer für Unternehmer und Gründer

Warum ein Notfallkoffer für Unternehmer ?

  • Waren Sie schon mal längere Zeit krank durch einen Verkehrs- oder Sportunfall ?
  • Hatten Sie schon mal einen plötzlichen Todesfall in der Familie, im Betrieb durch einen Verkehrsunfall ?

Täglich verletzten sich mehr als 20.000 Menschen in Deutschland durch einen Unfall laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund. Grund genug um sich als junger Gründer, Selbstständiger und Unternehmer damit auseinander zu setzen “Was” in einem solchen Fall geregelt sein muss.

Nun sind natürlich nicht alle Unfälle tödlich oder mit einem längerem Ausfall verbunden und man kann sich durch verschiedene Maßnahmen (Organisation, Schutzausrüstung, gesunde Lebensweise, vorsichtigere Fahrweise) schützen. Einen vollständigen Schutz gegen Ausfall durch Krankheit oder Unfall gibt es jedoch für keinen von uns. Die HWK Reutlingen z.B. argumentiert mit dem Satz “Wussten Sie, dass bereits ein 14-tägiger Ausfall des Chefs ausreicht, um den Betrieb in eine existenzielle Notlage zu bringen?” für den Notfallkoffer für Unternehmer. Derzeit haben laut DIHK über 50% Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen keinen Stellvertreter, das birgt ein hohes Risiko für alle Beteiligten.

Hauptaufgaben des Notfallkoffer – zeitlich begrenzter oder vollständiger Ausfall

Der Notfallkoffer dient dazu das Unternehmen geordnet weiter zu führen im Krankheitsfall (zeitlich befristeter Ausfall), abzuwickeln oder zu verkaufen im Todesfall (vollständiger Ausfall). Nicht selten sind kleine  Unternehmen nach dem plötzlichen Tod des Inhabers (z.B. bei einem Verkehrsunfall) durch fehlende Vollmachten, Kontozugang, Verträgen innerhalb kurzer Zeit zahlungsunfähig. Davon betroffen sind nicht nur die Familie des Unternehmers sondern auch die Mitarbeiter, die  Geschäftspartner bei Unternehmensgesellschaften, die Lieferanten und die Kunden.

Was sollte durch einen Notfallkoffer für Unternehmer geregelt sein ?

 im Todesfall:

  • Aktivierung – wer aktiviert die Prozesskette die durch den Notfallkoffer geplant wurde ?
  • Nachfolge, Liquidation, Verkauf – was soll mit dem Unternehmen oder den Gechäftsanteilen nach dem Tod passieren ?
  • Abwicklung – wer hat die notwendigen Vollmachten, Rechte, Zugänge und Qualifikationen um das Unternehmen zu verkaufen, zu liquidieren oder an einen Nachfolger zu übergeben ?
  • Verträge – wer erfüllt, kündigt die bestehenden Verträge mit Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Kapitalgebern ?
  • Vertreter – wer kann einen kompetent und zeitlich kurzfristig verfügbar vertreten  bis zur Nachfolge, Liquidation, Verkauf ?
  • Kommunikation – wie wird der Todesfall nach außen kommuniziert so das daraus nicht zusätzliche Probleme entstehen ?

im Krankheitsfall:

  • Vertreter – wer kann einen kompetent und zeitlich kurzfristig verfügbar vertreten ?
  • Informationspflichten – wer muss alles bei einem zeitlichen Ausfall informiert werden – Kunden, Gesellschafter ?
  • Zugang – wer hat die notwendigen Schlüssel für das Unternehmen, EDV Zugangsberechtigungen, Kontovollmachten um notwendige Zahlungen wie z.B. die Gehaltszahlungen der Mitarbeiter vor zu nehmen ?
  • Terminplanung – wer übernimmt die Terminplanung und kann Termine notfalls auch auf später verschieben ?

Was gehört in einen Notfallkoffer für Unternehmer ?

  • Verträge und behördliche Unterlagen (Gewerbeanmeldung, Gesellschaftervertrag, Zulassungen, Konzessionen, ggf. Ehevertrag, Patientenverfügung)
  • Vollmachten zur Geschäftsführung (Prokura, Gesellschaftervertrag), für Geschäftskonten (Kontovollmacht muss bei der Bank vorliegen),
  • Testament zur sicheren Regelung der Nachfolge (beim Notar incl. eines Testamentvollstreckers)
  • Versicherungsverträge (BU, Lebens- und Unfallversicherung, ggf. Dread Disease, Betriebshaftpflichtversicherung, etc.)
  • Ersatzschlüssel, Zugangscodes (für Räumlichkeiten, EDV Anlagen, ggf. Onlinebanking)
  • Unternehmensinfos (aktuelle Kunden – Aufträge, Lieferanten, Ansprechpartner wie Steuer- und Unternehmensberater, Rechtsanwalt – Name, Telefonnummer, EMail, Aufgaben)
  • Vermögensaufstellung (Verbindlichkeiten, Vermögenswerte, Kredite)
  • Buchführung (Jahresabschlüsse der letzten 3 Jahre, aktuelle BWA)
  • Organigramm (Personenliste mit Aufgaben und Befugnissen)
  • Mitgliedschaften (Fachverbänden, IHK)
  • Stichtagsliste (Vertragsverlängerung, -kündigung, Finanzamt)

Der Notfallkoffer für Unternehmer und Gründer hilft ihnen nicht nur im Fall von Krankheit und Todesfall, sondern dient ebenfalls dazu alle Vorgänge und Prozesse in ihrem Unternehmen zu betrachten und dabei Schwachstellen zu ermitteln.

Selbstständige und Unternehmer die das erste mal nach der Existenzgründung für 2-3 Wochen Urlaub machen kennen viele dieser Fragen schon. Vielleicht fällt es ihnen leichter sich mit einem Notfallkoffer zu beschäftigen wenn Sie sich vorstellen das Sie für längere Zeit in den Urlaub fahren. Faktisch kommt der zeitliche Ausfall einer längeren Krankheit oder einem Unfall ziemlich nahe. In beiden Fällen sind Sie als Unternehmer nicht erreichbar und jemand anders muss Sie vertreten.

Hier ein paar Fragen die ihnen helfen ihren persönlichen Notfallkoffer zu erstellen: Notfallkoffer-Checkliste
Denken Sie bitte auch daran wenn der Koffer einmal erstellt wurde, muss dieser in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, einmal jährlich sollte es schon sein.

Gründerstory FINE WINES 4 YOU von Mathias Tretschog

Existenzgründer Helfer im Gespräch mit Gründer Mathias Tretschog aus Königs Wusterhausen

FINE WINES 4 YOU

Gründerstory FINE WINES 4 YOU
von Mathias Tretschog

Seine persönliche Gründerstory erzählte uns Mathias Tretschog aus Königs Wusterhausen.

Motto: So schmeckt Europa!
  1. Woher kam die Idee zur Gründung und wer hat Sie inspiriert ?
    Schaue ich die letzten 30 Jahre zurück, so hat mich mein Leben nach Russland – in den tiefsten Ural, nach Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Polen, die Slowakei und die Tschechische Republik bis hin nach Österreich, Belgien, die Niederlanden, Dänemark, die Schweiz, Frankreich, Spanien die Dominikanische Republik und in die USA – speziell in die Weinbauregionen Kaliforniens, das Napa- und Sonoma-Valley und Monterey geführt.
    Egal wo ich auch war, überall war Gastfreundschaft besonders ausgeprägt – tolle und außergewöhnliche Menschen haben meine Wege gekreuzt, auch viele meiner Geschäftspartner sind über ganz Europa verstreut.
  2. Wer hat Ihnen bei der Gründung geholfen ?
    Begünstigt hat die Idee mit Sicherheit meine über 12jährige Erfahrung im Wein-Direktvertrieb, als ich für einen der Weltmarktführer bis 2003 tätig sein durfte. Ein guter Tropfen Wein – egal aus welcher Region auch immer, gehört bis heute zu meiner Lebensphilosophie und Verständnis von Genuss und Erholung.
    FINE WINES 4 YOU ist nicht das erste Unternehmen welches ich selbst gegründet habe, die Liebe zum Produkt und zahlreiche andere Weinliebhaber, haben die Idee zu einem sehr speziellen Onlineshop reifen lassen.
  3. Welches Problem lösen Sie für Ihre Kunden oder welchen Mehrwert bieten Sie mit Ihren Produkten/ Leistungen ?
    Wein ist wahrscheinlich die wohlschmeckendste Medizin, Wein fördert bei regelmäßigen und wohl-dosierten Genuss die Gesundheit! Wein macht das Blut flüssiger und verringert die Anteile des LDL-Cholesterin. Die im Wein enthaltenen Polyphenole wie Anthocyane, Flavone und Tannine schützen die Kapillargefäße, vermindern die Bildung von Blutgerinnseln, verhindern Veränderungen der Zellwände in Herzgefäßen und im Gehirn. Wein verringert so nicht nur das Herzinfarktrisiko, bei Krebs und Alzheimer wird Weinen ebenso eine heilsame Wirkung zugeschrieben.
    Wein lockert die Atmosphäre und hebt die Stimmung, Wein fördert die Geselligkeit und zaubert so Menschen eines oder gar viele Lächeln ins Gesicht – ein wohlschmeckender Wein macht einfach sexy!
  4. Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen ?
    FINE WINES 4 YOU ist ein Projekt von Kompetenzteam Europa dessen Inhaber ich auch selber bin, der offizieller Start des neuen Onlineshops war am 01. Mai 2014.
    Das Kompetenzteam Europa setzt sich derzeit aus 13 deutschsprachigen Landesvertretungen zusammen, die in 17 Ländern Europas vor Ort inkl. Marokko, Unternehmen bei der Gründung von Niederlassungen bzw. bei der Entwicklung von internationalen Handelsbeziehungen begleiten.
    Mit “FINE WINES 4 YOU – So schmeckt Europa!” sollen nicht nur außergewöhnliche Weine dargeboten werden, hier soll auch Europa in seiner Vielfältigkeit erlebbar interessierten Lesern näher gebracht werden – vorgestellt von den jeweiligen Landesvertretungen.
    Wein ist eines der beliebtesten Getränke weltweit und wird auf allen Kontinenten (außer Antarktika) angebaut. Ob Europa, Süd- und Nordamerika, Afrika, Australien und selbst in Asien wird Wein liebevoll gepflegt und gehegt – Wein verbindet über Ländergrenzen und ganze Kontinente hinweg!
  5. Wie haben Sie Ihre Gründung finanziert ?
    Abgesehen von den zahlreichen Stunden der Konzeptentwicklung und der kompletten Onlineshop-Gestaltung alles in Eigenleistung, belaufen sich die Investitionen in das Content-Management-System auf 60 EUR/Jahr.
  6. Was waren die wichtigsten Schritte in Ihrer Gründung ?
    Ausgehend von der Idee ist eine strukturierte Prozessgestaltung des gesamten Gründungsprojektes unabdingbar.
    Egal um welche Gründungsidee es sich handelt, die wichtigste Frage die es zu beantworten gilt ist: Gibt es für die Idee – also das Produkt oder die Dienstleistung auch einen Markt, sprich ausreichend Nachfrage und Potenzial an zukünftigen Käufern bzw. Zielgruppen?
    Mit 20 Mio. verbrauchten Hektolitern an Weinen, liegt Deutschland im Jahr 2012 im weltweiten Weinkonsum auf Rang 4 hinter Frankreich, die USA und Italien.
    Der zweite Fragekomplex den es zu beantworten gibt ist: Welche Unternehmen sind bereits am Markt präsent, die dieselben Kunden ansprechen und wie kann man sich mit seinen eigenen Angeboten nach Möglichkeit besser von den Produkten seiner Wettbewerber abheben?
  7. Was waren die größten Hürden in Ihrer Gründung ?
    Die größte Hürde bei Startup-Unternehmen ist nicht das Thema wie entwickle ich am besten einen Businessplan, so wichtig dieser in der Vorbereitungsphase auch ist – die eigentliche Herausforderung ist, die kommenden Anfangsjahre zu meistern und so viel Gewinn zu erwirtschaften, das der Unternehmer_in in professionelles Marketing und eigene Qualifizierung investieren kann.
    Investitionen in die eigene Weiterbildung und Qualifizierung im Unternehmensumfeld ist die beste Rückversicherung dafür, das junge Unternehmen flexibel auf alle Marktentwicklungen reagieren können, denn nichts ist mehr von Veränderungen betroffen als der Markt selbst.
    Wissen ist Macht und nichts wissen, macht nichts – so heißt ein Sprichwort im Volksmund. Das wäre hier der falsche Weg und führt junge Unternehmer-innen unweigerlich in die Liquidation der Gründungsidee!
  8. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Gründung ?
    Zum Einen ist es für mich spannend, mit einem Produkt welches ich liebe, mein eigenes Lebensgefühl zu vermitteln und so zahlreichen Interessenten ein paar schöne Stunden der Geselligkeit, der Erholung und Harmonie zu schenken – der dazugehörige hochqualitative Wein muss selbstverständlich bezahlt werden :-)
  9. Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen ?
    Das werden die kommenden Wochen und Monate zeigen, ob und welchen Optimierungsbedarf es an diesem Unternehmenskonzept gibt.
  10. Was ist Ihr wichtigster Tipp für Gründer ?
    Wenn Unternehmer_in etwas nicht wissen kann oder es sich nicht selbst aneignen kann, dann braucht es die Einsicht, dass externe Hilfe preiswerter ist, als wegen fehlendem Know-how das eigene Unternehmen in die Liquidation zu führen. Jedes junge Unternehmen ist gut damit beraten, sich vom ersten Schritt an, wohlgesinnte Unterstützer als auch professionelle Beratung zu gönnen.
    Als Betriebswirt mit Wirtschaftsdiplom, Marketing- und Vertriebs-Ökonom als auch Sachbuchautor weiß ich, kein Mensch kann heute alle unternehmensrelevanten Bereiche professionell beherrschen.
    Erfolgreiche Unternehmen sind nur deswegen so erfolgreich, weil sie in einem Netzwerk aus Kunden, Kooperationspartnern, interne und externe Berater, Interessenten und sogar Wettbewerbern agieren und sich so permanent Feedback über das eigene Unternehmen abholen können.
  11. Welche Entwicklungen dürfen wir in Zukunft noch erwarten ?
    Jetzt gilt es zunächst die aktuellen Projekte erfolgreich umzusetzen oder ggf. rechtzeitig ein Ende zu setzen.
    Marktwirtschaft heißt auch, das Unternehmen neu entstehen und andere auch vom Markt verschwinden, das gehört zur unternehmerischen Wahrheit mit dazu!
  12. Welche Frage wollten Sie als Gründer schon immer mal beantworten ?
    Im April 2014 stehen offiziell gemeldeten 3 Mio. Arbeitsuchenden nur etwa 1 Mio. offene Stellen gegenüber, selbst wenn jede einzelne Position besetzt werden würde, würden 2 Mio. Menschen die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, trotz bester Ausbildung und hoch professioneller Bewerbungsunterlagen keinen Job finden können.
    Daher kann es sich für viele lohnen, sich mit der eigenen Idee selbst zu verwirklichen!

Vielen Dank für die Gründerstory von Mathias Tretschog
und seinem Unternehmen “FINE WINES 4 YOU” in Königs Wusterhausen

Kontakt
Mathias Tretschog|15711 Königs Wusterhausen
EMail: contact@fine-wines4you.com
Webseite: FINE WINES 4 YOU
Unternehmen: FINE WINES 4 YOU – Mathias Tretschog

Jede Gründung ist ein Geschichte für sich – erzählen Sie hier Ihre Gründerstory und helfen angehenden Gründern einen realistischeren Blick zu bekommen.

Schreib deine Geschichte

Unternehmenskennzahlen zur Steuerung des Unternehmens

Unternehmenskennzahlen zur Steuerung des Unternehmens – Viele Autofahrer wissen exakt, wie viel ihr Fahrzeug leistet, wie schnell es beschleunigt und welchen Kraftstoffverbrauch es hat. Die existenzentscheidenden Unternehmenskennzahlen ihrer Firma sind Unternehmern jedoch meistens nicht bekannt.

Unternehmenskennzahlen – auch für Gründer sehr wichtig

Unternehmenskennzahlen – Erfolg oder Misserfolg

Kennzahlen spiegeln die Effizienz der betrieblichen Leistungen im Verhältnis zu den verfügbaren Ressourcen (Personal, Material, Kapital und Markt) wieder. Die Beobachtung von Unternehmenskennzahlen im zeitlichen Ablauf gibt wichtige Aufschlüsse über Erfolge und Fehlentwicklungen. Zielvorgaben für Sie und Ihre Mitarbeiter können messbar gestaltet werden. Betriebsvergleiche, die für die meisten Branchen verfügbar sind, erlauben einen Blick darauf, wie gut Ihr Unternehmen im Wettbewerb aufgestellt ist. Allerdings führen Branchenvergleichszahlen nur zu vernünftigen Ergebnissen, wenn hinsichtlich verschiedener Faktoren vergleichbare Verhältnisse gegeben sind.

Unternehmenskennzahlen und Rechnungswesen

Aussagekräftige Kennzahlen erfordern ein zeitnahes Rechnungswesen, das nicht nur den Anforderungen des Finanzamts entspricht. Die am Jahresabschluss orientierten Kennzahlen, die sich aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in allen Branchen ergeben, sind für die Unternehmensführung und für Kreditprüfungen der Banken wichtig. Gewinn und Kapital können Sie jedoch nur optimieren, wenn Sie auf der Basis spezifischer Kennzahlen unternehmerische Entscheidungen fundiert und kontinuierlich fällen. Z.B. kann es notwendig sein, die Warenaufwandsquote nach Umsatzgruppen oder die Deckungsbeiträge bestimmter Kundengruppen zu ermitteln. Das kann oft nur mit der Einführung bestimmter Konten in der Buchhaltung geschehen.

Wenn die vom Steuerberater bereit gestellten Unterlagen nicht aussagekräftig genug sind, ermöglicht Ihnen die Einrichtung eigener Statistiken z.B. in einer Tabellenkalkulation die Ermittlung aussagefähiger Kennzahlen. Die laufende Pflege und Auswertung der Tabelle ist dann eine Sache von wenigen Minuten. In Branchen mit hohem Bargeschäftsanteil können auch moderne Kassensysteme Zahlen für – im wahrsten Sinne des Wortes – wertvolle Erkenntnisse liefern.

Überlassen Sie Ihren Unternehmenserfolg nicht dem Zufall. Die Entwicklung und Einführung eines eigenen Kennzahlensystems als Cockpit des Firmenlenkers sollten Sie in Ruhe, und wenn nötig mit professioneller Hilfe, angehen. Der Aufwand lohnt sich, und Honorare qualifizierter Berater werden kleinen und mittleren Unternehmen in der Regel mit 50 % und mehr vom Staat bezuschusst.

Weitere Informationen zu Unternehmenskennzahlen, oftmals auch betriebswirtschaftliche Kennzahlen genannt, finden Sie z.B. auch hier

Buchtipps zum Thema Unternehmenskennzahlen:

Mit Kennzahlen Unternehmen steuern Praxisleitfaden für Unternehmer und Berater. Spezifische Bereichskennzahlen. Kennzahlensysteme. Branchen-Benchmarks
Controlling leicht gemacht. Richtig planen, analysieren und steuern



Unternehmenskennzahlen
Sie wollen ein effektives und aussagekräftiges Kennzahlensystem für ihre Existenzgründung, ihr Unternehmen aufbauen – nutzen Sie unser bundesweites Beraternetzwerk !

Frohe Ostern

Ostergrüsse

Wir wünschen allen eine fröhliche Osterzeit und viel Erfolg  beim Eier suchen.  Genießen Sie die Tage mit herrlichem Wetter, ihrer Familie und tanken Sie Kraft für  ihre Ziele und Aufgaben.

Ihr Existenzgründer Helfer Team

2014 – wir wünschen einen erfolgreichen Start

2013 war ein Jahr voller Veränderungen für Existenzgründer und Jungunternehmer.

  • die geringe Förderung von Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit,
  • das Auslaufen des 90% Gründercoaching Deutschland,
  • das neue Förderprogramm Unternehmensbeteiligung bis zu 50.000 € für kleine Unternehmen und Gründer,
  • das Auslaufen zahlreicher Förderprogramme aufgrund EU Förderdauer (von 2007 bis 2004) und der Ungewissheit was 2014 geboten wird
  • die andauernde Niedrigzinspolitik der EZB die eigentlich zu einer vereinfachten Kreditaufnahme hätte führen müssen
  • die Neustrukturierung und Verbesserung der Informationen seitens der KfW Bank und des BMWi mit zahlreichen neuen Webseiten
  • die weitere Verstärkung des Marketingsektors auf den Bereich Onlinemarketing (Suchmaschinenoptimierte Webseiten, Conversionoptimierung, EMailmarketing, etc.)
  • die politische Neuausrichtung auf eine große Koalition und damit verbundene Hoffnung auf verbesserte Förderinstrumente in 2014

2014 könnte ihr Jahr werden oder nicht ?

Als Existenzgründer und Jungunternehmer sollten Sie sich also weiterhin möglichst nur auf ihre Planungen und Zielsetzungen verlassen. Die oben genannten Umweltfaktoren können sich schnell ändern und auch neue Mitbewerber treten in schöner Regelmäßigkeit auf. Fördermittel können schnell zu einer wirtschaftlichen Preisverzerrung führen, daher sollten Sie mögliche neue Förderprogramme für ihr Unternehmen im Blickfeld behalten und ggf. auch nutzen.

Existenzgründer bleiben ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft – die eigene Motivation für die Selbstständigkeit schafft die Voraussetzungen für eine wirtschaftlich erfolgreiche Existenzgründung. Aus zahlreichen persönlichen Gesprächen und Telefonaten mit Interessenten und Kunden, die wir 2013 führen durften, hier einige Motivationsfaktoren von Existenzgründern:

  • Selbstbestimmte und flexible Arbeitszeit
  • finanzielle Aufstiegschancen
  • Selbstverwirklichung in der Arbeit
  • Mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiheit
  • Arbeit zu machen die einem Spass macht
  • Unabhängig zu sein von Vorgesetzten und festgefahrenen Strukturen in großen und mittelständischen Unternehmen

Wir wünschen ihnen das Sie in 2014 alle ihre gesetzten Ziele erreichen und vor allem ihre Motivation behalten.  Bleiben Sie gesund und denken Sie auch an ein intaktes Umfeld das Sie bei ihrer Existenzgründung unterstützt.

Ihr Existenzgründer Helfer Team